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Pinneberger Tageblatt

15. Dezember 2017 | 02:16 Uhr

TuS Hasloh erhält Zertifikat

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Engagement im Umwelt- und Klimaschutz

von
erstellt am 21.Dez.2015 | 00:34 Uhr

„Hochinteressant, aber sehr arbeitsintensiv“, so nennt Haslohs Vorsitzender des Turn- und Sportvereins (TuS), Manfred Maier, das, was im Februar begann: Die Bemühungen, den Verein im Bereich Umwelt- und Klimaschutz zu verbessern und damit ein Zertifikat zu erhalten – das Sport-Audit.

Es gelang. Vor kurzem fuhren Maier und Frank Herbert, Kassenwart des Vereins, nach Neumünster, um aus den Händen des Landessportverbands und Vertretern des Sponsors, der Schleswig-Holstein Netz AG, Urkunde und eine Fahne entgegen zu nehmen.

Dazwischen lagen neun Monate, in denen Maier, Herbert und der zweite Vorsitzende Rainer Sieling so ziemlich jeden Aspekt rund um den Verein unter die Lupe nahmen. „Die Checkliste ist umfangreich, sie besteht aus 600 Seiten“, berichtet Maier. Zwar treffe nicht alles auf den TuS Hasloh zu, aber um das festzustellen komme man nicht umhin, jede Seit erst eimal durchzulesen, sagt Maier. Das Ziel des Audits sei, die Mitglieder von Gesundheitsgefährdungen im Allgemeinen und den Verein vor rechtlichen Stolperfallen im Bereich Arbeits- und Umweltschutz zu bewahren und so Risiken im Sportverein zu minimieren.

„Eine dieser Stolperfallen im wörtlichen Sinn war eine Stufe auf dem Weg neben dem Vereinsheim – sie ist im Dunkeln nur schwer zu erkennen“, berichtet Maier. Im Zug der Überprüfungen sei diese eingeebnet worden. „Auch ein Geländer am Eingang musste angebracht werden, insbesondere, weil ein Raum auch von Kindergarten-Kindern genutzt wird“, erklärt Maier.

Fluchtwege mussten genauso deutlich gekennzeichnet werden wie die Notausgänge und die Feuerlöscher, deren Verfallsdatum bei dieser Gelegenheit auch überprüft wurde. Leuchtmittel und deren Energiesparpotenzial und der Wasserverbrauch kamen ebenso auf den Prüfstand wie die Abfallentsorgung und der Umgang mit Gefahrstoffen. „Das fängt beim Betriebsstoff für den Rasenmäher an und hört bei Farbresten auf“, beschrieb Maier. Auch die Lagerung einer Gasflasche, die für den Betrieb eines Heizpilzes notwendig ist, sei hinterfragt worden.

„Drei Mal sind wir in dieser Zeit nach Kiel zum Landessportverband gefahren, um uns beraten zu lassen“, berichtet Maier. Die Suche nach einem Sicherheitsbeauftragten im Verein gestaltete sich zunächst als schwierig, denn der Verband biete keine entsprechende Aus- oder Fortbildung an. Ein Feuerwehr-Kamerad, der bei der Hasloher Wehr diesen Posten bekleidet und Vereinsmitglied ist, habe sich schließlich bereit erklärt, auch beim TuS Hasloh diese Aufgabe zu übernehmen. „Auch einen Arbeitsschutzbeauftrgaten mussten wir nachweisen“, sagt Maier. Kurzerhand sei Bürokraft und Schriftwartin Claudia Paschke zum entsprechenden Lehrgang gefahren und dürfe sich jetzt ganz offiziell Arbeitsschutzbeauftragte nennen. „Alle vier Jahre erfolgt eine erneute Prüfung – und in der Zwischenzeit ist eine Begehung durch den Landessportverband jederzeit möglich“, erklärt Maier.

Mit seinen 780 Mitglieder in 18 Sparten sowie der Volksspielbühne im TuS Hasloh ist der Verein in diesem Jahr der einzige im Kreis Pinneberg, der das Zertifikat erhalten hat. Kreisweit gibt es lediglich drei Vereine.

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