Tennis in Pinneberg : Trotz Regen - gute Stimmung beim Stadtwerke Cup

Die Veranstalter zog ein positives Fazit der Veranstaltung. Auch, wenn nur wenige Besucher dem regnerischen Wetter trotzten.
Die Veranstalter zog ein positives Fazit der Veranstaltung. Auch, wenn nur wenige Besucher dem regnerischen Wetter trotzten.

Pinneberger Tennis-Club will Etabliertes erhalten und punktuell optimieren. Nur etwa 70 Besucher verfolgen Finalspiele.

shz.de von
20. Juli 2015, 12:00 Uhr

Pinneberg | „Das war eine Applauskulisse wie am Rothenbaum“, schwärmte Werner Mende, Vorsitzender des Pinneberger Tennis-Clubs (PTC) nach dem Viertelfinalspiel von Lokalmatador Lucas Hellfritsch gegen Tomas Charlos vom Tennisclub Rot-Weiß Wahlstedt. Trotz der Niederlage nach zwei Sätzen (4:6 und 1:6) feierten die Pinneberger den Spieler des Ausrichters des sechsten Stadtwerke Pinneberg Cups. „Die Zuschauer haben bei uns auf der Anlage echte Granatenspieler gesehen“, schwärmte Mende. Zehn Spielerinnen und Spieler aus den aktuellen Top 100 der deutschen Rangliste waren bei dem mit 10.000 Euro dotierten Turnier angetreten. „So stark war unser Turnier noch nie besetzt“, freute sich Mende. Einzig die Besucher vermisste er am Finaltag. „Das Wetter hat leider viele abgeschreckt“, resümierte Mende. Nur etwa 70 Zuschauer schauten die beiden Finalspiele gestern. Viele traten bei Einsetzen des Regens die Flucht an. „Für das Wetter können wir leider nichts“, so Mendes Stellvertreter Peter Kortwinkel.

Vor dem Turnier hatte der Deutsche Tennisbund die Einstufung des Turniers von fünf auf drei erhöht. „Der Verband hat unsere komplette Anlage geprüft und natürlich spielt auch das Preisgeld eine Rolle“, erläuterte Mende. So sei das Turnier für die deutsche Tenniselite noch interessanter geworden. „Das Turnier ist mittlerweile bundesweit bekannt und eine echte Werbung für die Stadt“, war sich der Vereinsvorsitzende sicher. Die Besonderheit sei die Nähe zu den Spielern. „Hier ist kein Rothenbaum, sondern die Zuschauer stehen direkt am Zaun, wenige Meter von den deutschen Topspielern entfernt“, so Mende. Trotz der Besetzung und der Professionalität habe das Turnier seinen familiären Charakter erhalten und dadurch eine besondere Atmosphäre. So konnten die Zuschauer die Spiele in Strandkörben verfolgen, die Sonntag zum Regenschutz wurden.

„Ich kann einfach nur ein positives Fazit ziehen“, sagte Mende und ergänzte: „Nun müssen wir das Erreichte beibehalten, etablieren, und partiell verbesser, wo Optimierungsbedarf besteht, damit die Besucher zu uns kommen und sich direkt wohlfühlen.“ Sein besonderer Dank galt den Sponsoren: „Wir haben in den letzten Jahren eine Vertrauensbasis aufgebaut und wurden wie immer sehr gut unterstützt. Viele Partner haben ihr Engagement sogar deutlich ausgebaut.“ Erstmals konnte daher ein Fahrdienst für dei Spieler angeboten werden.

Ist eine noch bessere Einstufung des Turniers realistisch? Mende musste nicht lange überlegen: „Das ist ausgeschlossen. Dafür bräuchten wir eigentlich schon ein Stadion und richtig dicke Sponsoren.“ Er sprach von einem Preisgeld in der Höhe von mindestens 100  000 Euro. Kein Ziel für den PTC-Vorsitzenden: „Ich glaube nicht, dass die Stimmung dadurch noch besser werden könnte.“

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