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Kommentar : Trotz Pleite: HSV ist auf dem richtigen Weg

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

"Die Mannschaft setzt sich endlich zur Wehr" - und das sei schon mal etwas, empfindet Sport-Reporter Lars Zimmermann.

Hamburg | Es mag nach einer Niederlage merkwürdig klingen: Der Hamburger SV ist auf dem richtigen Weg – auch wenn die Mannschaft keinen schönen Fußball spielt. Nichtsdestoweniger bringt es trotz manch frustrierender Momente momentan Spaß, den Hamburgern zuzuschauen. Endlich hat man das Gefühl, dass eine echte Mannschaft auf dem Platz steht, die sich von Widrigkeiten nicht umwerfen lässt und nicht regelmäßig abgeschossen wird.

Wie der HSV auf die peinlichen Pleiten gegen Jena und Bayern reagiert hat, ist bemerkenswert. Trainer Bruno Labbadia scheint das richtige Rezept für seine fußballerisch limitierte Truppe gefunden zu haben. Spielerisch liegt vieles im Argen, also helfen nur Disziplin und Kampfgeist. Das hat Labbadia seinen Spielern erfolgreich vermittelt. Keiner versucht zu zaubern und vor allem sind sich alle ihrer eigenen Defizite bewusst. Dafür steht zum Beispiel der neue Stürmer Sven Schipplock. Der hat sicher weniger Potential als Pierre-Michel Lasogga, ist aber einer, der niemals aufgibt und deshalb auch von Labbadia regelmäßig den Vorzug vor Lasogga bekommt.

Dank dieser Mentalität werden sich die Hanseaten von der unglücklichen Schlappe in Köln nicht umwerfen lassen. Das heißt aber nicht, dass die Bäume in den Himmel wachsen. Sollten die Hamburger in Gladbach erneut verlieren, stehen sie erst einmal wieder im Keller. Allen muss bewusst sein, dass der Weg nach oben steinig ist. Tristes Mittelmaß ist für die Hamburger Fans in den kommenden Jahren ein Geschenk.

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erstellt am 29.Aug.2015 | 18:00 Uhr

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