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Pinneberger Tageblatt

26. September 2017 | 18:20 Uhr

Trotz Klage wird weiter vermarktet

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

In Pinneberg sind 22 Wohnungen an der Schloßstraße geplant. Trotz eines Verfahrens vor dem Oberverwaltungsgericht werden die Wohnungen zum Kauf angeboten.

von
erstellt am 06.Jul.2017 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Zwei Familienhäuser mit drei Etagen und 22 Eigentumswohnungen plus Tiefgarage – an der Schloßstraße/Ecke Mühlenstraße in Pinneberg plant der Investor Bonava das Riesenprojekt „Mühleneck“. Die Vermarktung der 49 bis 127 Quadratmeter großen Wohnungen mit Preisen ab 173    000 Euro hat längst begonnen. Schon in diesem Jahr soll gebaut werden. 2019 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein.

Doch eine Pinnebergerin könnte das Projekt noch zu Fall bringen. Birgit Suhl klagt gegen die Baugenehmigung. „Die Klage läuft und wird vor dem Verwaltungsgericht Schleswig verhandelt“, sagte Suhl auf Anfrage unserer Zeitung. Ein Termin stehe noch nicht fest. Ihr Anwalt halte sie auf dem Laufenden.

Suhl hat in der Schloßstraße ein Haus. Bereits 2015, als die Pläne für das Bauprojekt bekannt gegeben wurden, regte sich Unmut bei Suhl und ihren Nachbarn. In der Schloßstraße bestehe ein sehr hoher Grundwasserspiegel, weil sich in unmittelbarer Nähe die Pinnau/Mühlenau befinde. Es stehe zu befürchten, dass durch den Neubau der Grundwasserdruck weiter erhöht werde und ihre Keller überschwemmt würden. „Die Baugenehmigung hätte nie erteilt werden dürfen“, sagte Suhl. Deswegen geht sie dagegen juristisch vor.

„Eine Baugenehmigung liegt vor. Diese ist zu erteilen, wenn die Voraussetzungen dafür vorliegen“, sagte gestern Stadtsprecherin Maren Uschkurat. Und die seien gegeben. Die Berücksichtigung der Bodenverhältnisse beim Bau des Gebäudes sei Sache des Grundstückseigentümers, so Uschkurat weiter. Bonava-Projektleiter Sebastian von der Lieth war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Suhl hat große Bedenken: Sie weist auf einen Vorfall hin, der wenige Tage zurückliegt. An der Elmshorner Straße war ein Bagger im Schlamm versunken. „Das ist der gleiche Boden. Der Standort liegt an der Pinnau. Die Entfernung beträgt nur 500 bis 600 Meter Luftlinie.“ Sie befürchtet bald Schlimmes an der Schloßstraße.

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