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Vorsicht an der Haustür : Trickdiebe wieder unterwegs

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Polizei im Kreis Pinneberg rät zu „gesundem Misstrauen“ - und einer Armlänge Abstand.

shz.de von
erstellt am 01.Sep.2013 | 06:10 Uhr

Es geschah am vergangenen Montag. Mitten in einer belebten Einkaufspassage sprach ein Unbekannter einen älteren Herren an und bot diesem Hilfe beim Tragen seiner schweren Einkaufstasche an. Sich über die Erleichterung freuend, stimmte der 74-Jährige zu – ein Fehler. Denn nachdem er sein Opfer in ein belangloses Gespräch verwickelt hatte, machte sich der Fremde unter dem Vorwand eines wichtigen Telefonats aus dem Staub – mit der Tasche, in der sich auch die gut gefüllte Geldbörse des Rentners befand.

Eine perfide Masche, die selbst Trickbetrüger eher selten anwenden, wie Sabine Zurlo von der auch für den Kreis Pinneberg zuständigen Polizeidirektion Bad Segeberg sagt. „In letzter Zeit ist uns kein weiterer, derartiger Fall bekannt“, so Zurlo. Dabei hätte sich das Szenario durchaus verhindern lassen. „Man sollte gegenüber Unbekannten, die einen ansprechen, ein gesundes Misstrauen zeigen. Dazu gehört auch, körperlich Abstand zu halten, mindestens eine Armlänge“, so Präventionsexperte Jörg Mangelmann. Wer sofort merke, was passiert ist, solle sich auch nicht scheuen, sofort andere Menschen im Umkreis zu unterrichten.

Wie viele Menschen im Kreis Pinneberg im vergangenen Jahr Opfer von Trickbetrügern wurden, ist statistisch nicht erfasst. „Es gibt darüber keine Zahlen“, so Zurlo. Dass vorwiegend ältere Menschen die Zielgruppe der Täter bilden, sei aber tatsächlich zutreffend. In den meisten Fällen seien zudem mindestens zwei Betrüger am Werk – einer lenke den Betroffenen ab, der andere begehe den Diebstahl. Zu den „beliebtesten“ Methoden zähle nach wie vor der sogenannte Enkeltrick, bei dem sich Täter telefonisch als Verwandte ihrer Opfer ausgeben, um unter Vortäuschung einer Notsituation an deren Bargeld zu gelangen. „Der Trick ist durch häufige Medienpräsenz zwar inzwischen ins öffentliche Bewusstsein geraten, funktioniert aber leider dennoch immer wieder“, so Mangelmann.

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