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Oldtimertreffen in Holm : Trecker und ein fliegender Teppich

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Hunderte Gäste und Aussteller trotzdem dem Regen beim zweiten Traktor-Treffen in Holm.

shz.de von
erstellt am 26.Jun.2017 | 12:00 Uhr

Holm | Noch heute staunt der Rentner Helmut Röttger aus Heist über sein kindliches Durchsetzungsvermögen und seinen Mut, als er mit neuneinhalb Jahren Anfang der 1950er Jahre den Verkauf des familieneigenen Treckers verhinderte. Für seinen Vater war der Trecker nach einer Kriegsverletzung zu laut geworden. „Das war damals ein ziemliches Spektakel, aber ich hatte mich in den Allgaier Diesel A133 Baujahr 1954 von Porsche verliebt und besitze und fahre ihn noch heute.“ Röttger war mit seinem Schmuckstück am vergangenen Sonnabend und Sonntag zusammen mit vielen anderen begeisterten Bastlern und Sammlern historischer Traktoren zu dem zweiten Holmer Oldtimer-Treckertreffen auf die Wiese am Bredhornweg angereist.

Das Oldtimerzentrum Holm mit seinen 13 Mitgliedern unter dem Vorsitzenden Siegfried „Siggi“ Vollendorf hatte nach dem Erfolg im vergangenen Jahr beschlossen, das Spektakel dieses Mal auf zwei Tage auszuweiten, um den Fans antiker Traktoren noch mehr Zeit für das Begutachten, Fachsimpeln und Staunen über die liebenswerten Maschinen zu geben. „Der Aufwand für das Treffen ist für unseren Club derselbe, aber so haben wir mehr Zeit zum ruhigen Klönen unter Fachleuten, aber auch für die vielen Fragen unserer Gäste“, sagte Vollendorf bei einem Schauer unter dem Dach des Festzelts.

Der „fliegende Teppich“ war für die Kinder wohl die größte Attraktion.
Der „fliegende Teppich“ war für die Kinder wohl die größte Attraktion. Foto: Kirsten Heer
 

Leider hatte es am Sonnabend viel geregnet, aber am Sonntag wurde das Wetter besser. Insgesamt hatten sich etwa 300 Schaulustige und mehr als 120 Oldtimer-Aussteller an den beiden Tagen auf den Weg nach Holm gemacht. Die Zugmaschinen mussten über 30 Jahre alt sein, um beim Treffen der Oldtimer-Trecker teilnehmen zu dürfen. Darunter befanden sich Prunkstücke wie der Lanz Bulldog D2416, Baujahr 1956 von Jürgen Kolodziej, der sonst eher Düsenjets steuert, der ICH International 1246, Baujahr 1975 mit einem Hubraum von 5,8 Litern von Peter Heydorn aus Heist, der allein für die schicke rote Lackierung noch mal ein Jahr zur Restaurierung brauchte. Der Primus Straßenschlepper, ein Wasserverdampfer mit einem Zylinder und zwölf PS, Baujahr 1939 , der Karl-Heinz Ladiges gehört und den es nur noch zwei Mal gibt, war ebenso zu bestaunen, wie sein Unimog U 411 Buschhacker von Deutz, Baujahr 1951, der von 4006 Kubikmetern angetrieben wird. Ladiges zeigte bei mehreren Vorführungen, wie früher die dicken Baumstämme von dem großen Rad des Buschackers zermahlen wurden.

Ein Highlight war der „Fliegende Teppich“, der von Rolf Reepschläger und von einem Geräteträger der Firma Fendt gezogen wurde. Imker Edmund Schulze war mit dem „Bienenmobil“ da. 

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