Trauer um Jan Nevermann


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2018-06-20 12:12:28.0, 2018-06-20 12:12:28.0 Uhr

Ein langjähriger Weggefährte der SPD hat sie plötzlich und unerwartet verlassen: Jan Nevermann (Foto), langjähriger Ratsherr und Bürgermeister (1990–1996), ist am 10. Juni im 82. Lebensjahr verstorben. Das teilte SPD-Sprecher Herbert Hoffmann gestern mit. Nevermann sei ein Mann gewesen, der in der Stadt und darüber hinaus über alle Parteigrenzen hinweg große Anerkennung genossen hatte.

Vom 21. Juni 1990 bis zum 20. Juni 1996 war Nevermann Bürgermeister der Stadt Pinneberg. Er folgte dem verstorbenen Bürgermeister Hans-Hermann Kath. Beide verband mehr als nur das politische Alltagsleben der Stadt Pinneberg, so Hoffmann. Seit 1956 war er Mitglied der SPD und seit 1962 Mitglied in der Pinneberger Ratsversammlung. Dieser gehörte er bis zu seiner Wahl als Bürgermeister an. Viele Jahre war er Mitglied im Magistrat der Stadt und es dürfte kaum einen städtischen Ausschuss geben, in dem er nicht aktiv tätig gewesen war. Anfang 1962 ging er in den städtischen Finanzausschuss. Der Bereich Finanzen und die Wirtschaftsförderung waren immer die Felder, für die er sich am intensivsten engagierte.

Im Januar 2002 hatten sich in Pinneberg die „Pinosaurier“ als Bürgerinitiative gegründet. Nevermann fand hier ein neues Betätigungsfeld, in dem er sich mit viel Engagement einsetzte. Die „Saurier“ ermöglichten vielen Kindern aus sozial benachteiligten Familien, am Mittagessen in den Kitas teilzunehmen. Eine Initiative, die seinem sozialen Engagement entsprach, so Hoffmann

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Nicht nur die Pinneberger SPD werde Nevermann vermissen. Kaum ein anderer hatte mit seinen Tätigkeiten so ein hohes Ansehen beim Bürger der Stadt, sagt Hoffmann. Er konnte sich in die Sorgen der Bürger hineindenken und war demzufolge ein begehrter und vor allem verlässlicher Ansprechpartner. Die SPD trauert mit der Familie, teilen der Ortsvereinsvorsitzende Kai Vogel und die Fraktionsvorsitzende Angela Traboldt mit. Die Trauerfeier findet im engen Familienkreis statt.

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