Trainingswoche für den Nachwuchs

Aufstellung nehmen wie die Großen, klappt schon prima, das Spiel mit dem Ball wird dagegen noch fleißig geübt.
Aufstellung nehmen wie die Großen, klappt schon prima, das Spiel mit dem Ball wird dagegen noch fleißig geübt.

56 Fußballer verbringen die erste Ferienwoche im Fußball-Camp des Bönningstedter Sportvereins Rugenbergen

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11. Juli 2018, 16:00 Uhr

56 Jungs der Jahrgänge 2006, 2007 und 2008 toben über den Sportplatz in Bönningstedt und könnten sich keinen besseren Start in die Ferien vorstellen: eine Woche lang nichts als Fußball spielen!

Doch nicht nur das Spielen, auch ganz viel Training ist von Montag bis Freitag angesagt: Ballführung, Koordination, Torabschluss und vieles mehr werden geübt. Dazu sind auf dem Rasen abwechslungsreiche Stationen aufgebaut, die gruppenweise durchlaufen werden. Als besondere Station zwischendurch darf immer eine Gruppe zur Weitsprunggrube laufen, denn dort ist ein Beach-Soccer-Feld aufgebaut. „Gespielt wird entweder mit Socken oder barfuß“, mahnt ein Trainer, bevor sich die Kicker in Bewegung setzen.

Fünf Trainer und vier Jugendliche sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft. Felix (13) und Melf (12) waren selbst früher Teilnehmer und wären am liebsten auch wieder als solche dabeigewesen. „Aber das geht nicht, wir sind schon zu alt“, bedauert Felix. Um dennoch am Camp teilhaben zu können, boten sie kurzerhand ihre Hilfe an. „Besser, als vor dem Computer zu sitzen, ist das auf jeden Fall“, sagt Melf und lacht.


Sport- und Fußballabzeichen

Auch Jella (13) und Thilo (14) unterstützen den Fußballspaß als freiwillige Helfer. „Auf- und Abbauen der Stationen, Trinkflaschen nachfüllen, Beaufsichtigen der Kinder – uns macht es Spaß“, sind sich die Beiden einig. Und der soll sowohl für die Kinder als auch für die Betreuer im Vordergrund stehen.

Wer den Ehrgeiz hat, das DFB-Abzeichen oder auch das Sportabzeichen des Leichtathletikverbands zu erwerben, wird dabei unterstützt. Sprint, Weitwerfen, Weitsprung und ein 800-Meter-Lauf sind für letzteres zu absolvieren. Beim DFB-Abzeichen steht selbstverständlich der Umgang mit dem Ball im Vordergrund. „Dribbelkünstler“ heißt die erste Station. Dort sollen die Kinder so schnell wie möglich mit dem Ball am Fuß einen Parcours bewältigen, der mit Hütchen und Stangen gespickt ist.

Als „Kurzpass-Ass“ wird an Station zwei der Ball auf eine vier Meter entfernte Wand gespielt. Dabei darf jedoch zum Schießen ausschließlich die Innenseite des Fußes genutzt werden. An der Station „Kopfballkönig“ haben die Spieler zwei Versuche, aus vier Metern Entfernung das Zielrechteck im Tor rechts oben oder links unten zu treffen.

An der Station „Flankengeber“ haben die Schützen vier Versuche, den ruhenden Ball ins 15 Meter entfernte Zielquadrat zu befördern. Zum Abschluss wird ermittelt, wer der „Elferkönig“ wird. Dabei gilt es jedoch nicht nur, das Tor zu treffen, sondern den Ball so zu schießen, dass möglichst viele Punkte erreicht werden. Die beiden oberen Ecken erhalten dabei die Höchstwertung.


Europameisterschaft wird nachgespielt

„Wir freuen uns schon darauf, die Urkunden und Abzeichen verteilen zu können“, versichern die Trainer. Alle haben sich für das Camp Urlaub genommen. „Da bei den meisten von uns auch die eigenen Kinder dabei sind, ist das ein halber Familienurlaub – könnte besser nicht sein“, sagt einer der Übungsleiter.

Primäres Interesse des Vereins sei es jedoch nicht, aktiv Nachwuchs zu werben. „Spiel, Spaß und Aktivitäten sollen im Vordergrund stehen“, betont Jugendtrainer Torsten Bergmann. Viele der Kinder würden sich untereinander schon kennen, einige seien auch bereits im SVR aktiv. „Wir wollen die Gemeinschaft stärken – aber nicht nur intern, denn hier kann jedes Kind mitmachen, das Lust auf Fußball hat“, versichert Bergmann.

Am Donnerstag werden dann alle Teilnehmer ein anderes Trikot überstreifen, als das, das sie die Woche über tragen: Das Nachspielen der Europameisterschaft steht an. „Gegen 13 Uhr starten die Halbfinal-Spiele – Zuschauer sind uns sehr willkommen“, lädt Bergmann interessierte Eltern und Bürger der Gemeinde ein.

Am Ende der Woche bleibt den Nachwuchskickern eine schöne Erinnerung: Alle haben zwei Trikot-Sätze mit dem Aufdruck „Sommercamp 2018“ und ihrem jeweiligen Namen bekommen.

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