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Pinneberger Tageblatt

15. Dezember 2017 | 21:25 Uhr

Pinneberg : Training mit Boxweltmeisterin

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Gewalt-Prävention: Verein Perspektive für Pinneberg lädt Susi Kentikian ins Kampfsportstudio „Legacy“ ein.

shz.de von
erstellt am 23.Nov.2015 | 00:32 Uhr

Pinneberg | „Ein Traum ist in Erfüllung gegangen“, sagte Swantje Michalak als sie den Boxring im Kampfsportstudio „Legacy“ verließ. Sekunden zuvor hatte sie zwei Weltmeistergürtel geschultert, um für ein Erinnerungsfoto mit Susi Kentikian zu posieren. Die Weltmeisterin im Fliegengewicht der Boxverbände WBA, WIBF und GBU absolvierte am Sonnabend eine Trainingseinheit mit den Mädchen- und Frauenboxgruppen des Pinneberger Sportstudios.

„Jemand aus unserem Vorstand hatte den Kontakt zum Management von Susi, und als wir angefragt haben, hat sie sofort zugesagt“, erläuterte Kurt Schoula, Vorstandsmitglied des Vereins „Gestern Heute Morgen – Perspektive für Pinneberg“. Schoula ist selbst Weltmeister – allerdings im Gewichtheben. Der Verein engagiert sich für die Jugendgewalt-Prävention. Wie passt das zusammen? „Wir sehen die Förderung des Sports als wichtige soziale Komponente, um Menschen unterschiedlichster Herkunft zu verbinden“, sagte Schoula und ergänzte: „Hier können sich die Jugendlichen auspowern.“

Ausgepowert hatten sich auch die Amateurboxerinnen. „Die Mädels freuen sich, wenn eine Weltmeisterin dabei ist, und machen mehr als sonst. Die haben richtig gut mitgearbeitet“, lobte Kentikian nach der eineinhalbstündigen Trainingseinheit. Die Profiboxerin hatte Schlagtechniken und Bewegungsabläufe vermittelt. „Es ist klasse, wenn man Tipps von einer Weltmeisterin bekommt. Sie ist ein großes Vorbild“, sagte Tina Plüschau, die seit einem halben Jahr in Pinneberg boxt, über die gerade einmal 1,55 Meter große Kentikian. „Am meisten hilft es, wenn man sich etwas abschaut, wie sie Schläge abwehrt oder sich bewegt. Ich hoffe, dass ich davon selbst etwas umsetzen kann“, so Plüschau, die sich später die Box für ihren Mundschutz signieren ließ. „Ich habe heute gelernt, dass ich mich nicht zu viel bewegen soll, sondern einfach ruhig bleiben muss“, sagte Leandra Heißmann.

Wie ist es, selbst die Kommandos zu geben statt durch das Box-Gym gescheucht zu werden? Kentikian lacht: „Ich habe das ja schon öfter mit Mädels gemacht. Ich schaue mir die Sachen von meinem Trainer ab, setze sie aber auf meine Art und Weise um.“ Derzeit überlege sie, ob sie häufiger selbst Einheiten leiten solle. Doch vorher ist ihr etwas anderes wichtig: „Frauenboxen muss wieder nach vorne kommen. Dafür kämpfe ich.“

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