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Pinneberger Tageblatt

21. Oktober 2017 | 04:05 Uhr

Training beim Handball-Star

vom

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Pinneberg | Die Sporthalle der Johannes-Brahms-Schule befand sich gestern um 7.55 Uhr im Ausnahmezustand: 40 hochmotivierte Schüler der fünften bis zehnten Klasse liefen sich warm, warfen sich Bälle zu und freuten sich ganz offensichtlich darüber, zu so früher Stunde Sportunterricht zu haben. Einen guten Grund dafür hatten sie: Ihr Lehrer an diesem Tag war Handball-Star Daniel Stephan, mehrfacher Deutscher Meister mit dem TBV Lemgo, Europameister 2004 und Welthandballer des Jahres 1998. All diese Erfolge waren gestern aber zunächst unwichtig: Stephan war nach Pinneberg gekommen, um die Schüler im Handball zu trainieren.

Als Stephan pünktlich um 8 Uhr die Sporthalle betrat, liefen die Schüler noch schneller, warfen präziser und gaben sich von ihrer besten Seite. Schließlich wollten sie beweisen, dass der Deutsche Handballbund die richtige Entscheidung getroffen hatte, als er die Johannes-Brahms-Schule als eine von 25 Schulen auswählte, die in diesem Jahr am Projekt "Handball-Stars go school" teilnehmen durften. Mehr als 750 Schulen hatten sich darum beworben, zwei Stunden lang von einem Profi-Handballer trainiert zu werden und sich im Anschluss bei einem Handball-Parcours die Chance auf eine Klassenfahrt zum Super-Cup der Handballbundesliga zu sichern.

Doch bevor der ParcoursWettbewerb, an dem alle Schüler teilnehmen konnten, begann, stand für 40 von ihnen die Trainingseinheit mit Stephan auf dem Programm. Und bei der kam jeder ins Schwitzen: Dribbelübungen in diversen Variationen, gefolgt von einer kurzen Dehneinheit und einem Krafttraining, bei dem Stephan den Schülern alles abverlangte - Liegestütze und Sit-Ups gehörten dabei zu den leichteren Übungen. Auch nach 30 Minuten war den Schülern keine Erschöpfung anzusehen, vielmehr liefen sie zur Hochform auf, denn jetzt ging das Handballtraining los.

Stephan zog sich zunächst mit den Mädchen in die eine Hälfte der Halle zurück und zeigte ihnen dort, wie viele unterschiedliche Möglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen, um den Ball ins Tor hinein zu werfen - oder auch nicht, denn die Torwartin, die ihnen gegenüberstand, wusste, wie sie die Angriffswürfe ihrer Mitschülerinnen verteidigen konnte. Dass Stephan die Mädchen trainierte, bedeutete für die Jungen aber keinesfalls, dass sie sich ausruhen konnten: Sie trainierten mit einem Mitarbeiter des "Handball-Stars go School"-Teams , bis Stephan das Training der Jungen übernahm, ihnen Tipps gab und sich von ihnen zeigen ließ, welche Profi-Kniffe sie bereits drauf haben.

Nach zwei Stunden war die Trainingseinheit vorbei und die Schüler durften Stephan Löcher in den Bauch fragen: Er war sechs Jahre alt, als er begann Handball zu spielen, sein erster Verein war der OSC Rheinhausen, das emotionalste Ereignis seiner Karriere waren die Olympischen Spiele 2004 in Athen und beendet hat er seine aktive Laufbahn 2008 aufgrund von Verletzungen.

Nach der Fragerunde kamen dann viele weitere Schüler in die Halle, um sich dem Handball-Parcours zu stellen und Punkte für das Schulranking zu sammeln, dessen Gewinner die Klassenfahrt ergatert. Zurzeit sieht es gut aus für die Pinneberger Schüler: Mit großem Abstand setzten sie sich auf Platz eins des Rankings und ließen 15 Schulen hinter sich - am 12. Juni steht der Gewinner fest.

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