Gottesdienst : Tränen zum Abschied von der Pinneberger Pastorin Martje Brandt

Letzte Worte des Abschieds im Gemeindesaal: Pastor Harald Schmidt und Pastorin Martje Brandt luden zum Empfang.
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Letzte Worte des Abschieds im Gemeindesaal: Pastor Harald Schmidt und Pastorin Martje Brandt luden zum Empfang.

Mit einem feierlichen Gottesdienst hat die Luthergemeinde die Pastorin verabschiedet. Künstler und Politiker erscheinen.

shz.de von
23. Januar 2018, 12:00 Uhr

Pinneberg | Gospelmusik und feierliche Worte von Probst Thomas Drope: Die Gemeinde hat Pastorin Martje Brandt am Sonntag mit einem feierlichen Gottesdienst in der Lutherkirche und einem Empfang im Gemeindehaus offiziell verabschiedet. Bürgervorsteherin Natalina di Racca-Boenigk, Künstlerin Mouna Ramcke, Lions-Vorstandsmitglied Wilfried Kniffka, der SPD-Landtagsabgeordnete Kai Vogel und viele, viele Bürger besuchten die Zeremonie. Einige Besucher zeigten sich gerührt und griffen zum Taschentuch. Viele Zuhörer, wie beispielsweise der Landtagsabgeordnete Vogel, konnten den Gottesdienst infolge des überfüllten Kirchenschiffs lediglich über Bildschirm im Nebenraum verfolgen.

Brandt zieht es nach elf Jahren in Pinneberg nun an die Nordsee. Sie wird auf Amrum Insel-Pastorin und lässt Partnerin, Familie und die ihr ans Herz gewachsenen Gemeindemitglieder zurück. Schon am 1. März geht es los. 

Herzlichkeit und Leidenschaft

„Sei gewiss, du wirst uns fehlen“, versicherte Propst Drope während des Abschiedsgottesdiensts. Mit Brandt verbinde er eine überbordende Herzlichkeit. „Alles, was du sagst und tust, geschieht von Herzen“, erläuterte der Propst. Wie die Gemeindemitglieder nachvollziehen durften, komme Brandts Freundlichkeit und Aufmerksamkeit aus innerstem Wesen heraus.

„Leidenschaftlich gehst du im Gespräch zur Sache, blitzschnell kommen dir Gedanken“, beschrieb Drope die Pastorin. Der Propst thematisierte auch Brandts „ausgeprägtes Feingefühl für Menschen“. Sie vermittele lebendig, wie tief sie für die Menschen empfinde. Drope bezeichnete die Pastorin schließlich als eine bedeutende Stütze für Gemeinde und Stadt. Sie habe geschwisterlich, ökumenisch und sozial engagiert für diejenigen gewirkt, die Hilfe benötigten. Der Propst zeigte sich überzeugt davon, dass Martje Brandt auch auf Amrum von Gott und dessen großer Liebe zu den Menschen künde.

Zahlreiche Bürger nutzten den Empfang im Gemeindehaus, um sich von Brandt persönlich zu verabschieden. „Ich werde sie sehr vermissen“, sagte Rellingens Pastorin Iris Finnern. Sie gab ihrer Kollegin einen Magneten mit den Schriftzügen „Von Herzen barfuß“ mit auf den Weg. „Ich finde das passt“, kommentierte Finnern humorig. Ähnlich wie Finnern äußerte sich Pastorin Katja Rogmann aus Halstenbek: „Sie ist eine sehr reflektierte Theologin.“ Sie werde ihre Kollegin sehr vermissen.

Vogel berichtete, dass Brandt seinen Sohn konfirmiert hat. „Sie ist eine Bereicherung für mein Leben“, sagte er. Gemeindemitglied Frauke Runden wünschte der künftigen Insulanerin eine nette Gemeinde. Sie versprach, sie auf Amrum zu besuchen.  So viel Zuspruch und gute Wünsche rührten Brandt. „Ich bin überwältigt“, sagte sie während des Empfangs.

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