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HSV-Kommentar : Tradition allein schießt keine Tore

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der FC Bayern München hat wie erwartet den Hamburger SV mit 3:1 besiegt. Kein Wunder, findet unser Redakteur Oliver Carstens. Denn die beiden Traditionsmannschaften trennen längst Welten.

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2013 | 19:36 Uhr

FC Bayern gegen Hamburger SV. Ein Nord-Süd-Gipfel. Ein Duell zweier Mannschaften mit großer Historie. Doch während die einen auch im hier und heute Erfolge feiern können, sonnen sich die anderen im Ruhm der Vergangenheit. Beide Teams trennt mittlerweile weit mehr als nur die geografische Distanz. HSV-Coach Bert van Marwijk bemängelte unter der Woche gar die Einstellung seines Teams. Selbstzufriedenheit würde sich viel zu schnell breit machen rund um den Volkspark. Selbstzufriedenheit, gepaart mit Planlosigkeit, sind genau die beiden Attribute, die den HSV seit zehn Jahren beherrschen. Zehn Jahre, zehn Trainer, keine Erfolge. Immerhin gab es viele Ideen, die aber nur so lange Gültigkeit hatten, bis es einen neuen Coach oder einen neuen Manager gab. Einen wirklichen Plan hat niemand beim Hamburger SV. „Wir verlieren in diesem Jahr kein Heimspiel mehr“, sagte Sportchef Oliver Kreuzer unlängst. Dann verloren seine Mannen gegen Augsburg. Bert van Marwijk ist ein kluger Mann, der viel Erfahrung im Fußballgeschäft hat. Er hat schnell erkannt, woran es beim HSV so mangelt. Es bleibt abzuwarten, ob er mehr Zeit bekommt als seine Vorgänger, seine Idee vom neuen HSV umzusetzen. Wie schnell Pläne wieder in der Tonne landen, wenigstens darin hat der HSV eine Menge Erfahrung. 

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