Totes Schaf in Tangstedt wird weiter untersucht

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03. September 2020, 15:52 Uhr

Tangstedt | „Die Genetik ist nicht analysierbar“ – so lautet das Ergebnis der Überprüfung des Nutztierrisses in der Gemeinde Tangstedt. Am 3. August ist ein Schaf auf einer Weide totgebissen worden (unsere Zeitung berichtete). Damit hat die erste Analyse noch nicht die erhoffte Klarheit gebracht. Denn offenbar konnten an dem toten Tier keinerlei DNA-Spuren gefunden werden, wie Jens Matzen, Wolfsbetreuer in Schleswig-Holstein, auf Anfrage bestätigte. „Das ist nichts Ungewöhnliches. So was kommt auch mal vor“, erklärte er. Damit ist der Fall  laut Matzen keineswegs abgeschlossen. Das getötete Tier werde jetzt im Pathologielabor des Landes genauer untersucht. Bis zu einem Ergebnis werde es mindestens noch sechs Wochen dauern.

Tangstedts Jäger Andreas Zorn ist sich dagegen sicher, dass ein Wolf das Tier getötet hat. Er war einer der Ersten, der das gerissene Nutztier auf der Weide sah. „Anhand der Bissspuren konnte man sehen, dass das ein Wolf war“, so Zorn. Grundsätzlich habe er nichts gegen Wölfe, das betonte er mehrmals. Allerdings sei es bedenklich, dass eben ein solches Wildtier in einer Siedlung zugeschlagen habe. „Irgendwann gibt es ein größeres Problem als gerissene Schafe“, sagte Zorn. Der betroffene Tierhalter wollte sich zu dem Vorfall nicht äußern.

Ob derzeit ein Wolf im Kreis Pinneberg unterwegs ist, ist unbekannt. Bei den wenigen Angriffen in Schleswig-Holstein in diesem Jahr gab es keinen Hinweis auf die Beteiligung eines Wolfs. Der letzte bestätigte Fall im Kreis stammt vom 10. Oktober in Westerhorn. Einem speziellen Wolf konnte er nicht zugeordnet werden. Allerdings war zu dieser Zeit der im Kreis Pinneberg bekannte Rüde GW924m unterwegs.

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