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L-76-Sanierung : Tote Kabel in Borstel-Hohenraden entdeckt

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Arbeiten in Borstel-Hohenraden drohten sich durch den Fund zu verzögern. Jetzt prüfen die Stadtwerke Pinneberg, die SH Netz AG und die Telekom die Herkunft der Kabel.

shz.de von
erstellt am 05.Apr.2016 | 15:30 Uhr

Borstel-Hohenraden | Einen Schreck dürfte Kersten Schmidt, Bauleiter des Landesbetriebs Straßenbau- und Verkehr Schleswig-Holstein, Ende vergangener Woche während der Sanierungsarbeiten an der Landesstraße 76 in Borstel-Hohenraden bekommen haben. Denn im Erdreich waren erneut Kabel aufgetaucht, die nach heutigem Standard nicht tief genug verlegt waren. Zunächst drohte sich der Bau deshalb zu verzögern.

Zurzeit ist  die Ortsdurchfahrt in Borstel-Hohenraden wegen der Bauarbeiten voll gesperrt. Betroffen ist die Verbindungsstraße zwischen dem Himmelmoorweg und der Ortsausfahrt von Borstel-Hohenraden in Richtung Quickborn. Der Verkehr wird ab Pinneberg über die K21 nach Oha und über die L 110 nach Ellerhoop und  über die L195 durch Hemdingen nach Bilsen geführt. Dort wird über die B4 nach Quickborn umgeleitet.

Montagmorgen waren Vertreter der drei betroffenen Versorger – die Stadtwerke Pinneberg, die Schleswig- Holstein Netz AG und die Telekom – vor Ort, um die Kabel zu untersuchen. Gegen Mittag konnte Bauleiter Schmidt dann Entwarnung geben: Die gefundenen Kabel in drei Stahlrohren waren tote Leitungen, die leicht entfernt werden konnten.

„Das hat man häufig“, erläutert Kai-Uwe Schacht, Leiter der zuständigen Niederlassung der Landesbaubehörde in Itzehoe. „Dadurch steht keine Verzögerung in Aussicht.“ Es sei übliche Praxis, dass alte Leitungen im Boden gekappt werden und in der Erde verbleiben, wenn neue verlegt werden, so der Behördenleiter. Zunächst sei aber unklar gewesen, woher die Kabel stammen.

Im vergangenen Jahr mussten die Versorger anrücken, um die Leitungen tiefer zu legen. Die Arbeiten hatten sich um vier Wochen verzögert, so dass in diesem Frühjahr weiter gebaut werden muss. Schmidt hatte noch am Morgen von „Schadensbegrenzung“ gesprochen, bevor die Erlösung folgte. „Wenn die Kabel nicht in Betrieb sind, kann man die rausreißen und die Sache ist erledigt“, so Schacht.

Zuerst kommt der Frostschutz

Derzeit wird die Straße aufgefräst, alle Schichten sollen entfernt und aufgebaut werden. Zunächst kommt eine Frostschutzschicht, dann werden drei Asphaltschichten aufgetragen. Schacht ist zuversichtlich, die Sanierung wie geplant bis zum 30. Juni abschließen zu können.

Die Landesstraßenbaubehörde saniert derzeit den zweiten etwa zwei Kilometer langen Teilabschnitt der L76 zwischen Quickborn und Pinneberg. Zudem wird der Radweg dort momentan erneuert.

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