Tornescher Grüne feiern Comeback

Die Grünen sind wieder in großer Zahl präsent und möchten künftig in Tornesch mitgestalten.
Die Grünen sind wieder in großer Zahl präsent und möchten künftig in Tornesch mitgestalten.

Dank vieler engagierter Neumitglieder tritt die Partei nach langer Pause bei der Kommunalwahl im Mai wieder an

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10. Februar 2018, 17:33 Uhr

Seit dem Frühsommer vergangenen Jahres konnte der Tornescher Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen seine Mitgliederzahl verdreifachen. Mit vielen Aktiven kann sich die Partei bei der Kommunalwahl im Mai wieder zur Wahl stellen lassen. Ziel der Ortsgruppe ist es, eine rege Diskussionskultur für eine gute Stadtpolitik zu etablieren.

Bei der Kommunalwahl 2013 waren die Grünen auf dem Stimmzettel nicht vertreten. Der Grund: Personalmangel. Und noch Anfang 2017 war es um die Anzahl aktiver Mitglieder schlecht bestellt. Doch im Zuge des Gesprächskreises „Tornesch braucht wieder eine grüne Stimme“, der nach der Bundestagswahl organisiert worden war, erfuhr der Ortsverband enormen Zulauf. Von gerade mal sechs Lokalpolitikern ist er auf 20 Personen angewachsen, die sich engagiert einbringen.


Mitglieder sind bunt gemischt

Dabei ist die grüne Truppe bunt gemischt: Mit dabei sind junge Leute und die ältere Generation, Neubürger und Alteingesessene. „Wir haben einen unglaublichen Zuspruch an Menschen, die ganz konkret und mit festem Willen etwas gestalten wollen“, sagt Sprecher Georg Janßen. „Die hohe Resonanz und das große Vertrauen, dass wir die richtigen politische Antworten finden, nenne ich ‚Das Wunder von Tornesch‘“, so der Grüne Lars Janßen.

Der Ortsverband soll nach und nach zu einem lebendigen Diskussionsforum ausgeweitet werden, in das sich alle Bürger einbringen können. Dabei wird nicht die Parteipolitik im Fokus stehen, sondern stadtpolitische Themen. Denn durch die enorme Bauaktivität, viele Neubürger und ein Mehr an Verkehr habe sich Tornesch grundlegend verändert. „Das ist ja urgrün: Dass die Beteiligung von unterschiedlichsten Menschen in einem vitalen Diskussionsprozess zu guter Stadtpolitik führt“, meint Janßen.

Am Donnerstag, 15. Februar, trifft sich die neu formierte Truppe um 19.30 Uhr im Kleinen Friedrich, Friedrichstraße 2, in öffentlicher Sitzung, um Listen- und Direktwahlkandidaten festzulegen. Und dann gilt es, für Wählerstimmen zu werben.


Letztlich entscheidet der Wähler

„Bei aller Aufbruchsstimmung müssen uns die Wähler auch mit ihrem Kreuzchen in Amt und Würden heben. Wir brauchen die Unterstützung der Menschen vor Ort“, so Janßen.

Das politische Ziel der Grünen in Tornesch ist es, frischen Wind in die Ratsversammlung zu bringen. „Wir wollen ein Korrektiv sein. Der Rat muss bunter werden in den Ansichten, die Probleme müssen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden“, findet der Lokalpolitiker, der bereits seit 1987 in der Partei aktiv ist. „Derzeit mangelt es an dem gestalterischen Willen, ein Gesamtpaket zu schnüren“, so Janßen.

Für weitere Mitstreiter ist der Ortsverband offen. „Für Neueinsteiger ist es ein super Zeitpunkt, denn das Rathaus und viele Gremien befinden sich im Umbruch: Der Bürgermeister wechselt, und auch Kommunalpolitiker anderer Parteien hören auf“, erklärt Janßen. „Das ist eine Riesenchance für einen Neuanfang.“ Bei der Kommunalwahl 2008 gaben übrigens 20,8 Prozent der Tornescher Wähler den Grünen ihre Stimme.

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