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Pinneberger Tageblatt

14. Dezember 2017 | 00:06 Uhr

Tornesch, die Stadt der Bauprojekte

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bürgermeister Roland Krügel setzt auf Wachstum: Gewerbegebiete erweitern, 1000 neue Wohneinheiten und K 22 ausbauen

shz.de von
erstellt am 14.Jan.2014 | 16:00 Uhr

Wer Roland Krügel auf den Businesspark im Tornescher Ortsteil Oha anspricht, der bekommt Begeisterung zu spüren: „Das Gewerbegebiet explodiert“, sagt der Tornescher Bürgermeister. Mit Ablauf des Jahres 2013 sind bis auf ein Grundstück alle verkauft. Für weitere Flächen gegenüber der Putenfarm läuft gerade das Bauleitverfahren, Krügel ist bereit, den Bebauungsplan zu erstellen. „Langfristig möchten wir das Gewerbegebiet noch erweitern“, so der Verwaltungschef.

„Bei uns ist am meisten los im Kreis“, beschreibt Krügel die Tornescher Bauvorhaben oder -planungen. Derzeit würden etwa 50 Projekte durchgeführt. „Ich freue mich immer, wenn ich Kräne und Bagger sehe“, sagt der Bürgermeister schmunzelnd.

Der Bürgermeister freut sich, dass die meisten Firmen vor Ort wachsen, dabei verliert er aber den Wohnungsbau nicht aus den Augen. Insgesamt sollen in den nächsten vier bis fünf Jahren 1000 Wohneinheiten entstehen. Im Baugebiet „Tornesch am See“ rollen die Bagger schon. Im Sommer startet die Firma Manke auf dem alten Sportplatz und baut 120 Einzelhäuser und Wohnungen. Zudem plant die Baugenossenschaft Adlershorst in dem Quartier an der Straße Am Grevenberg die Anzahl der Wohneinheiten von 66 auf 111 zu erhöhen. Unter diesen Voraussetzungen kann die 16 000-Seelen-Stadt weitere 2000 Einwohner bekommen. Im Bereich Schule und Kindertagesstätten sei Tornesch darauf vorbereitet.

Ein weiteres Mammutvorhaben ist der Sportpark am Großen Moorweg. „Wir versuchen, bis Ende dieses Jahres fertig zu werden“, so Krügel. Das 6,7-Millionen-Euro teure städtische Projekt wird mit zwei Kunstrasenplätzen und einem Naturrasenplatz sowie ein Clubheim mit Soccerhalle und Umkleidemöglichkeiten ausgestattet sein. Pächter der Anlagen wird der Verein FC Union Tornesch sein. „Damit sind wir sogar gewappnet für Olympia“, so Krügel. Sollten die Sommerspiele in Hamburg stattfinden, könnte dort trainiert oder Hockey-Wettbewerbe ausgetragen werden. Zudem seien an der Klaus-Groth-Schule alle Voraussetzungen für Leichtathleten gegeben.

Doch es gibt auch ein Projekt, dessen Start auf sich Warten lässt: die Kreisstraße 22. Der verkehrsgerechte Ausbau der K 22 zwischen Uetersen und dem Ortsteil Esingen ist für Krügel unumgänglich. „Für die Entlastung des Orts und die Industrie in Uetersen ist der Ausbau zwingend notwendig“, so der Bürgermeister. Dem vom Verwaltungschef favorisierten Verlauf stehen noch zwei Privatgrundstücke im Wege. „Das Planfeststellungsverfahren beim Land läuft“, so Krügel. Das Ergebnis könne Enteignungen nach sich ziehen. In dem Zuge müssten auch die Bahnschienen untertunnelt werden. Außer der Unterquerung in Esingen wünscht der Bürgermeister auch die Abschaffung des Übergangs nach Prisdorf. „Dafür ist aber im Moment kein Geld da“, so Krügel.

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