Tornesch: BI kämpft für drittes Gleis

Mit Briefen und E-Mails an die Bundesregierung setzt sich die Bürgerinitiative für den Streckenausbau ein.
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Mit Briefen und E-Mails an die Bundesregierung setzt sich die Bürgerinitiative für den Streckenausbau ein.

Bahnkämpfer wollen erreichen, dass der Ausbau eine besonders hohe Priorität im Bundesverkehrswegeplan 2030 hat

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30. April 2016, 14:30 Uhr

Sie kämpfen weiter: Die Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) „Dorfbahnhof – Nein Danke“ in Tornesch engagieren sich für die Pendler. Das Ziel lautet weiterhin: Zwei Verbindungen pro Stunde nach Hamburg und zwei nach Altona. Um diesem Ziel näher zu kommen, fordert die BI das dritte Gleis.

Vor kurzem war die Gruppe beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie in Kiel, um den Bundesverkehrswegeplan 2030 einzusehen. Dabei stellten sie fest, dass das dritte Gleis zwischen Elmshorn und Eidelstedt nicht in den vordringlichen Bedarf aufgenommen wurde. Da noch bis Montag ein Beteiligungsverfahren läuft, hat sich die BI an die Bundesregierung gewandt, um einen entsprechenden Antrag zu stellen. Wie berichtet, fordern auch viele Landes- und Lokalpolitiker den Ausbau. Die BI-Initiatorin Gisela Hüllmann ruft die Bürger dazu auf, selbst eine E-Mail an buergerinfo@bmvi.bund.de zu schreiben, um die Dringlichkeit zu betonen. „Die Nordbahn ist zu den Stoßzeiten immer noch überfüllt. Deshalb brauchen wir das dritte Gleis“, sagt Hüllmann. „Die Kommunen wachsen. Der Bedarf wird steigen.“

Aus Sicht der BI sind die Ausbaukosten mit 100 Millionen Euro „verhältnismäßig gering“ im Vergleich zu 800 Millionen für den Ausbau der 36 Kilometer langen S-Bahn-Linie 4 von Hamburg bis Bad Oldesloe.

Der BI geht es nicht nur um Tornescher Bahnfahrer. Die 150  000 Bürger des Kreises Pinneberg bräuchten eine bessere Versorgung. Zudem würde der Straßenverkehr verringert, die Autobahnen entlastet. Dadurch könnten aus Sicht der BI auch die angestrebten Klimaschutzziele leichter erreicht werden.

Nur wenn der vorrangige Bedarf für das dritte Gleis in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird, gäbe es überhaupt eine Chance auf Realisierung, so Erhard Wasman. Um mehr Druck auszuüben, erwägen die BI-Mitglieder die Organisation einer öffentlichen Diskussion zum Thema. Auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) wollen sie dann einladen.

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