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Pinneberger Tageblatt

21. November 2017 | 05:45 Uhr

Tornesch bekommt sein Torneum

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Richtfest im „Sportpark“: Krügel verkündet künftigen Namen / 6,7 Millionen Euro Projektkosten / Fertigstellung im Herbst

Bürgermeister Roland Krügel (CDU) hat das Geheimnis gestern gelüftet. Beim Richtfest des unter dem bisherigen Arbeitstitel bekannten „Sportparks“ verkündete Torneschs Verwaltungschef bei strahlendem Sonnenschein vor zahlreichen Gästen den neuen Namen des Prestigeprojekts am Großen Moorweg: Torneum – eine Mischung aus Tornesch und Colosseum.

„So etwas gibt es im Hamburger Westen noch nicht“, zeigt sich Krügel begeistert. „Darauf haben wir Jahrzehnte gewartet.“ Auf dem 66 000-Quadratmeter-Gelände entstehen zwei Kunstrasenplätze und ein Naturrasenplatz sowie ein Clubheim mit Soccerhalle und Umkleidemöglichkeiten. Bauherren sind der spätere Pächter FC Union Tornesch (FCU) und die Stadt Tornesch.

Das mit 6,7 Millionen Euro Investitionsvolumen bezifferte Mammut-Vorhaben liegt im Zeitplan: „Wir haben alles im Griff“, sagt FCU-Projektmanager Frank Mettal. Er rechne zwar mit einer leichten Kostensteigerung. Doch das sei für ein solches Bauvorhaben nicht ungewöhnlich und halte sich in Grenzen. Der Kalkulation liegten Zahlen aus dem Jahr 2012 zugrunde. Aufzufangen hofft der Projektmanager das mit Fördergeldern des Kreises Pinneberg (250 000 Euro) und des Landes Schleswig-Holstein (60 000 Euro). „Geplant haben wir damit nicht“, so Mettal. Dei Gespräche mit dem Kreis sind noch für diesen Monat angesetzt.

Der Umzug beginnt im Juli. Auf dem bisherigen Vereinsgelände des FCU an der Friedlandstraße rollen ab 1. August die Bagger. Das Bauunternehmen Manke will dort 120 Wohneinheiten in Reihen- und Mehrfamilienhäusern errichten. Das Torneum jedoch ist erst im Herbst komplett fertig, damit rechnet Mettal. Die Fußballfelder sollen schon im Sommer bespielbar sein. Die Hoffnung sei, mit der Clubverwaltung im Torneum arbeiten zu können. Die Soccerhalle ist dann der letzte Schritt. Eine Idee sei laut dem Projektmanager, die Umkleidemöglichkeiten in Containern unterzubringen.

Künftiger Eigentümer des Sportparks ist die städtische „Grundstücksgesellschaft Sportpark Tornesch“, die die Anlage an den FCU verpachtet. Nach einer Anlaufphase von drei bis vier Jahren soll der zu zahlende Betrag festgelegt werden: „Ziel ist, dass unser Verein auf eigenen wirtschaftlichen Beinen steht“, sagt Mettal. Das bringe auf lange Sicht auch eine Entlastung für den Haushalt der Stadt.

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