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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2017 | 09:29 Uhr

Tornesch bekommt Kita am See

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Sozialausschuss stellt Weichen für 2,4-Millionen-Euro-Projekt / 40000 Euro für die Spielplatzsanierung im Gebiet „Struck’sche Koppel“

Einstimmig haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Bildungswesen am Mittwochabend für den Neubau einer Kindertagesstätte im Neubaugebiet „Tornesch am See“ ausgesprochen. Westlich des Kleinen Moorwegs und südlich des Schäferwegs sollen vier Grundstücke mit einer Fläche von etwa 5000    Quadratmetern zusammengelegt werden, um Platz für den Neubau zu bieten. Im nicht öffentlichen Teil hatten sich die Ausschussmitglieder für die Awo als Träger ausgesprochen.

„Die neu zu errichtende Kindertagesstätte soll im Eigentum der Grundstücksgesellschaft Tornesch in einer Größe von drei Elementar- und zwei Krippengruppen errichtet werden“, erläuterte Sabine Kählert, Leiterin des Amts für soziale Dienste, das von der Verwaltung vorgeschlagene Konzept. Die Kindergartenaufsicht habe dem Neubau bereits zugestimmt. „Aktuell haben wir neun Plätze zu viel, aber bis die Kita fertig ist, sind diese auch vergeben“, war sich Kählert sicher.

Architektonisch will die Verwaltung auf Bewährtes setzen. „Die Kita Merlinweg wurde nach neuesten Erkenntnissen gebaut“, sagte Kählert. Mit dem damaligen Architekten Gunter Wördemann habe man bereits Kontakt aufgenommen. Die neue Kita soll ein Abbild der bestehenden Einrichtung werden. „Wir werden einige energetische Anpassungen vornehmen“, so Kählert. Damals zahlte die Gemeinde 2,038    Millionen Euro. Durch Baukostensteigerungen könne die neue Kita etwa 2,4 Millionen Euro kosten. Finanziert werden soll diese über Fördergelder. Vom Kreis gäbe es maximal 204  600 Euro. Aus Bundes- und Landesmitteln wären bis zu 1  760  000    Euro möglich. „Das Förderprogramm für die Schaffung zusätzlicher Krippenplätze läuft zum 31.    April dieses Jahres aus“, stellte Kählert das entscheidende Problem bei der Finanzierung dar. Der Städteverband Schleswig-Holstein habe bereits eine Fristverlängerung für die Bundesförderung bis zum 31. Dezember 2016 beantragt. „Die Förderung hat mich etwas mutlos gemacht“, erklärte Kählert.

„Egal, ob wir Fördermittel bekommen oder nicht, wir brauchen eine neue Kita“, sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Fischer-Neumann und lobte die Arbeit der Verwaltung. So sahen es auch Bernhard Janz (CDU) und Sabine Werner (FDP). „Wir gehen von einer Inbetriebnahme im August 2017 aus, wenn alles gut läuft“, sagte Bürgermeister Roland Krügel (CDU, Foto). „Das ist eine ambitionierte Planung. Wir können nicht alle Projekte mit gleicher Intensität vorantreiben.“ Der Ausschussvorsitzende Horst Lichte (SPD) versuchte zu motivieren: „Dann werdet ihr aber auch ganz viel von uns gelobt. Und nicht nur von uns.“

Die Ausschussmitglieder wollen 40  000 Euro für die Sanierung des Spielplatzes im Wohngebiet „Struck’sche Koppel“ zur Verfügung stellen. Das Spielschiff soll durch ein vergleichbares Spielgerät ersetzt werden.

Zudem soll eine Schaukel, die bereits 2012 abgebaut wurde, erneuert werden. „Unsere Spielplätzte sind in die Jahre gekommen“, sagte Kählert und Krügel ergänzte: „Oder in die Jahrzehnte.“ Bis 2018 seien 109  000 Euro notwendig, um die Spielplätze zu betreiben und zu modernisieren.

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