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Baumarkt gewinnt Preis : „Top-Ausbildungsbetrieb“ aus dem Kreis Pinneberg

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Hass und Hatje von der IHK für Betreuung seiner Lehrlinge geehrt. Kammer will mit der Auszeichnung gegen Fachkräftemangel kämpfen.

shz.de von
erstellt am 20.Nov.2015 | 00:36 Uhr

Kreis Pinneberg | Der Rellinger Baumarkt Hass und Hatje ist von der Industrie- und Handelskammer zu Kiel (IHK) als „Top-Ausbildungsbetrieb“ ausgezeichnet worden. Gestern übergaben Vertreter der IHK die Urkunde und einen Glaspokal an Geschäftsführerin Ines Kitzing.

Der Preis „Top-Ausbildungsbetrieb“ geht laut IHK nun ins zweite Jahr. 2014 war er zum ersten mal verliehen worden. „Hass und Hatje hat die Auszeichnung verdient, weil der Betrieb kontinuierlich und intensiv ausbildet, der Nachwuchs oft zu den Jahrgangsbesten gehört, auch schwächere Bewerber eine Chance bekommen, die Übernahmechancen gut sind und weil sich das Unternehmen in der Prüfungsorganisation engagiert“, sagte Knud Hansen, Vizepräsident der IHK.

Die Auszeichnung ist für die IHK ein Marketing-Instrument, um für die duale Ausbildung und um Nachwuchs zu werben. „Die Situation hat sich völlig verändert. Im Gegensatz zu früher sind heute nicht mehr die Ausbildungsplätze, sondern die guten Bewerber knapp“, sagte Hansen. „Wir müssen den Fachkräftebedarf sichern, um Wirtschaftskraft und Wohlstand zu wahren.“ Auch Ines Kitzing trommelt für die duale Ausbildung. „Das deutsche Modell ist weltweit einzigartig. Staat und Unternehmen treffen sich, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen“, sagte sie. Während der Staat für die theoretische Bildung an den Berufsschulen zuständig sei, kümmerten sich die Unternehmen mit der betrieblichen Lehre um die praktischen Fähigkeiten ihres Nachwuchses. Der Erfolg sei messbar. „Auch deswegen haben wir in Deutschland eine so geringe Jugendarbeitslosigkeit“, sagte Kitzing. Ihrer Einschätzung nach konkurrierten die Betriebe zunehmend mit Hochschulen. „Wir brauchen aber nicht mehr Akademiker. Wir brauchen Leute, die bei uns arbeiten und wissen, wie unser Unternehmen funktioniert.“ Maren Haltenhoff, angehende Fachkraft für Büromanagement, sekundiert: „Ich schätze an der Ausbildung, dass sich Theorie und Praxis optimal verbinden lassen.“ Robin Gorgees, der eine Ausbildung zum Lagerlogistiker macht, sagt: „Ich bin seit fünf Jahren in Deutschland und habe hier im Job mein Deutsch wirklich sehr verbessern können.“ Geboren wurde er im Irak.

Hass und Hatje betreibt nach eigenen Angaben insgesamt 17 Märkte in Schleswig- Holstein, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. 350 Mitarbeiter sind dort beschäftigt, 35 davon sind Lehrlinge.

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