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Pinneberger Tageblatt

22. November 2017 | 06:28 Uhr

Wirtschaft : Toom Baumarkt zieht ins Rosenfeld

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Prisdorfer Filiale des Geschäftes schließt, die Mitarbeiter werden jedoch am neuen Standort übernommen.

von
erstellt am 24.Mai.2017 | 16:10 Uhr

Pinneberg | Jetzt liegen alle Karten auf dem Tisch:  Ins Rosenfeld in Pinneberg zieht ein Toom Baumarkt. Die Bauarbeiten sind bereits in vollem Gange. Vor sechs Wochen wurde mit dem Bau begonnen. Schon im Dezember soll das Gebäude auf dem 32900 Quadratmeter großen Grundstück fertiggestellt sein, im Februar soll der Bau- und Gartenmarkt eröffnen. Investor ist die Projektgesellschaft „Im Rosenfeld“ Pinneberg. 

Ziel ist es, das Fachmarktzentrum dort weiter zu stärken. Famila und Aldi haben dort bereits ihre Filialen.  Gestern stellten Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos), Wirtschaftsförderer Stefan Krappa und Gesellschafter Michael May aus Itzehoe das 13,5 Millionen Euro teure Projekt vor. „Es war ein langer Weg",  sagte May. Seit Ende der 90er  wird über  die Realisation dieses  Baumarkts gesprochen.  „Prisdorf konterkarierte die Entwicklung“, stellte  May klar. Soll heißen: Neben dem Marktkauf  in Pinnebergs Nachbargemeinde  am Peiner Hag befindet sich auch ein Toom Baumarkt.  Jetzt schließt diese  Filiale in Prisdorf im Zuge der  Neuansiedlung. Kein Grund zur Sorge: „Die Mitarbeiter werden übernommen. Da der neue Baumarkt größer ist, wird Personal aufgestockt“, teilte May auf Anfrage von shz.de mit.

Das sind die Details: Die Verkaufsfläche ist 8589 Quadratmeter groß. Laut May werden 300 neue Parkplätze entstehen. „Drei Meter breit und damit kundenfreundlich.“ Fahrradstellplätze werden ebenfalls vorhanden sein und eine Ladestation für E-Bikes. „Der Anlieferungsbereich ist komplett getrennt von allem“, so May. Die Eingangsbereiche des neuen Toom Baumarkts sowie von Famila und Aldi bilden eine Achse und sind gut einsehbar. Unbebaut bleibt eine kleine Reservefläche von 3500 Quadratmetern.   „Ich habe mir bereits etwas dafür überlegt“, sagte Wirtschaftsförderer Stefan Krappa, verriet aber noch nicht, was.

Westumgehung wesentliche Voraussetzung für den Umzug

Außerdem  sagte May: „Wir haben  immer darauf gesetzt, dass die Westumgehung kommt. Sie ist eine wesentliche Voraussetzung für die  Entscheidung des Mieters gewesen, dorthin zu ziehen“, sagte May.   Die Umgehungsstraße soll   2018 fertig sein  und dem Rosenfeld noch mehr Kunden bringen. Außerdem  wird es eine zusätzliche Zufahrt vom Wedeler Weg zum neuen Toom-Baumarkt geben, wie May und Steinberg auf einem aktuellen Plan verdeutlichten.

Steinberg freute sich über den Ansiedlungserfolg. „Ich bin sehr glücklich. Die Kaufkraft bleibt in der Stadt und wir können unsere Steuerkraft zeigen“, sagte sie. Um  wie viel Gewerbesteuereinnahmen  es sich dabei handelt, ist noch nicht bekannt. „Dieser Standort wird Gewerbesteuern bringen. Auch in dieser Richtung ist es ein großes Plus für Pinneberg“, stellte die Verwaltungschefin  klar. Um welche Größenordnung es sich dabei in etwa handeln könnte, stellte eine Einzelhandelsstudie der BBE Handelsberatung Hamburg aus dem Jahr 2013 dar, auf die Steinberg hinwies. Sie hat für das Segment Baumarkt-Sortimente ein Nachfragevolumen von 26 Millionen Euro allein für Pinneberg errechnet. Mangels entsprechender Angebote im Stadtgebiet würden etwa 16 Millionen Euro ins Umland abfließen. Mit dem neuen Toom Baumarkt im  Rosenfeld soll dem entgegengewirkt werden. Jetzt will man den umgekehrten Weg gehen. Steinberg erhofft sich viele Kunden aus den Umlandgemeinden in einem Radius  von Moorrege, Uetersen, Appen über  Pinneberg-Waldenau  bis hin nach Schenefeld. Steinberg ist überzeugt:  „Für Baumärkte fahren die Menschen  von weit außerhalb nach Pinneberg.“

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