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Multitalent kommt aus Quickborn : Tom Lenuweit ist neuer Landesschülersprecher

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

„Wir arbeiten Stellungnahmen aus, die hauptsächlich schulbezogene Aussagen enthalten. Vor wichtigen Entscheidungen werden wir auch von den Ausschüssen des Landesparlaments angehört.“

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erstellt am 04.Jan.2016 | 00:32 Uhr

Quickborn | Er hat es so gewollt, der Schülersprecher des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Quickborn: Verantwortung übernehmen ist für Tom Lenuweit eine Selbstverständlichkeit, wenn ihn die Aufgabe reizt. „Mir wurde stets vermittelt, dass es wichtig ist, sich in die Gesellschaft einzubringen. Mit Nichtstun erreicht man nichts.“

Besonders im vorigen Jahr stand der 16 Jahre alte Gymnasiast vor Entscheidungen, die ihn gleich in mehrere ehrenamtliche Funktionen brachten: Die Landesschülervertretung der Gymnasien in Schleswig-Holstein übertrug dem gebürtigen Hamburger, der seit 2003 in Quickborn lebt, das Amt des Landesschülersprechers. Sein Vorteil: „Ich hatte mich schon als stellvertretender Landesschülersprecher in die neue Aufgaben einarbeiten können“, berichtet Lenuweit.

Jetzt leitet er den Landesvorstand des Gremiums, der sich alle vier Wochen in Kiel zu Beratungen trifft. „Wir arbeiten Stellungnahmen aus, die hauptsächlich schulbezogene Aussagen enthalten. Vor wichtigen Entscheidungen werden wir auch von den Ausschüssen des Landesparlaments angehört. Das ist unser Einfluss, den wir für die Gymnasien ausüben können.“

Auf die Inhalte der Vorstandsarbeit angesprochen, sieht Lenuweit als vorrangige Aufgabe an, das bestehende Grundsatzprogramm zu komprimieren und gegen Ende des Schuljahres der Öffentlichkeit vorzustellen. Ein konkretes Anliegen sei die Verbesserung des Übergangs von der Grundschule zum Gymnasium. „Wir befassen uns auch mit dem Ausbau des Informatik-Unterrichts an unseren Schulen, denn das IT-Gebiet ist wichtig, um auf die Anforderungen der Berufswelt vorbereitet zu sein.“

Sein eigener Leistungs-Schwerpunkt sind Fremdsprachen. Neben Deutsch beherrscht Lenuweit drei weitere Sprachen. „Englisch ist mein Profilfach, von sechs Stufen habe ich fünf erreicht. Französisch spreche ich ebenfalls fließend, außerdem ist mit dem neuen Schuljahr noch Spanisch-Unterricht hinzugekommen.“

Lenuweit ist auch bei der SPD aktiv

Bei diesem Pensum überraschte im Dezember die Meldung, dass der zweifache Schülersprecher auch das politische Amt des stellvertretenden SPD-Vorsitzenden im Ortsverein Quickborn übernommen hat. „Für mich ist das eine Frage der Überzeugung und Zeiteinteilung“, sagt Lenuweit lachend dazu. „Außerdem hat meine Entscheidung eine Vorgeschichte, die diesen Schritt besser nachvollziehbar macht.“ Über seine politische Heimat habe er vor zwei Jahren nach einem intensiven Studium aller Parteiprogramme entschieden. Neben der freundlichen Atmosphäre seien es die kommunalpolitischen Schwerpunkte der SPD, die ihm gefielen. Früh durfte er auch am Layout des „Eulenblick“ mitwirken.

„Als der vorige SPD-Vorsitzende Eckhard Schramm am 7. Mai 2015 verstarb, hat Jens-Olaf Nuckel das Amt kommissarisch übernommen und mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, als Beisitzer mitzumachen. Daraus ergab sich bei der Jahreshauptversammlung der Vorschlag, als stellvertretender Vorsitzender zur Verjüngung der Partei beizutragen.“

Über sein Berufsziel herrscht aber noch Unklarheit. „Mir schwirren einige Sachen durch den Kopf. Ich könnte mir einen Arzt-Beruf oder eine Lehrtätigkeit vorstellen“, sagt Lenuweit über seine Zukunft. Auch wenn Lenuweit das Ehrenamt nicht als Belastung, sondern eher als ein Hobby empfindet, gibt es noch eine andere Leidenschaft: Der 16-Jährige ist gern mit seinem eigenen Motorroller in Quickborn und Umgebung unterwegs.

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