„Toll, dass wir diese Schule haben“

Das Interesse mit Holz zu arbeiten, war bei Jungen und Mädchen gleich groß.
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Das Interesse mit Holz zu arbeiten, war bei Jungen und Mädchen gleich groß.

Tag der beruflichen Bildung in Elmshorn: Über 4000 Jugendliche waren dabei und informierten sich über Job-Perspektiven

shz.de von
15. September 2018, 16:06 Uhr

In der Beruflichen Schule Elmshorn mit ihren gesamt 3400 Schülern herrscht nie Langeweile. Denn es vergeht kaum ein Monat, in dem die Elmshorner Schule nicht mit wichtigen beruflichen oder gesellschaftlichen Themen für Schlagzeilen und öffentliches Interesse sorgt – wir berichteten.

Über 190 Lehrer bringen den beruflichen Nachwuchs auf den neuesten Stand der jeweiligen Branchentechnik und -verfahren. Gestern gab es aber keinen normalen Unterricht. Der Grund: Die Berufliche Schule an der Straße Langelohe 4 hatte zum Tag der beruflichen Bildung geladen und tausende Interessenten aus Elmshorn und Umgebung nutzten bis zum späten Nachmittag die Gelegenheit, sich vor Ort über die Bandbreite an Ausbildungsberufen und Schulabschlüssen zu informieren. Dabei stand nicht etwa trockene Theorie im Mittelpunkt, sondern über 70   Betriebe, Hochschulen und Organisationen präsentierten sich lebendig und mit vielfältigen Praxisbeispielen.

Auf dem weitläufigen Gelände, in den Klassenräumen und vielen hauseigenen Werkstätten und Fachräumen kamen potenzielle Arbeitgeber und Azubis gezielt zusammen, um sich ein Bild von einander zu machen.

„Toll, dass wir diese Schule im Kreis Pinneberg haben“, betonte Kreispräsident Helmuth Ahrens. Er sei von dem Konzept der Schule total überzeugt. „Erst konnte ich mir gar nicht konkret vorstellen, was hier eigentlich so besonders ist. Doch dann haben zwei meiner Söhne die Berufliche Schule Elmshorn besucht und ich habe auf diese Weise erfahren, was hier alles geleistet wird“, erläutert Ahrens weiter. Hier treffe Theorie auf Praxis und genau diese Mischung sei so erfolgreich, sagte der Kreispräsident. Dem schloss sich auch Ministerium-Mitarbeiterin Ursula Dolinga an, die Grüße von der Bildungsministerin Karin Prien im Gepäck hatte.

Schulleiter Erik Sachse betonte, dass an seiner Schule Talenten alle Wege offen stehen würden. „Mit der richtigen Einstellung und Fleiß kann man bei uns in Kombination mit der Praxis seinen Abschluss bis zur Fachhochschulreife machen. Hier gibt es praktisch keine Grenzen nach oben“, erklärt Sachse im Gespräch mit unserer Zeitung. Zur Stärkung des Bildungs- und Wirtschaftsstandortes Kreis Pinneberg, aber auch der Stadt Elmshorn, wolle die Schule einen Beitrag leisten und gleichzeitig Schülern die Möglichkeit bieten, sich über ihre beruflichen und schulischen Entwicklungsmöglichkeiten zu informieren – und dies nicht nur als „reine Informationsmesse“. Mitmachangebote und berufliche Bildung live zu erleben, das war das Motto der Veranstaltung. In diesem Sinne öffnete die Berufliche Schule Elmshorn ihre Türen für alle interessierten Jugendlichen und ihre Angehörigen und bot Beratung durch die hauseigene Berufs- und Studienorientierung an.

„Gleichzeitig gestattet es der Öffentlichkeit auch, unsere neue Werkstatt nicht nur von außen zu bewundern, sondern sie in Aktion zu erleben“, erklärte Schulleiter Sachse. Und er fügt hinzu: „Besonders bemerkenswert ist, dass diese Messe von den Schülern des zwölften Jahrgangs unseres Beruflichen Gymnasiums organisiert wurde. Diese Veranstaltung wird von vielen bedeutenden Unternehmen und Organisationen des Kreises und des Landes seit vielen Jahren besucht und unterstützt.“

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