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Rellinger Zuwachs : Tönje Jano schreibt Geschichte

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Rellingen begrüßt seinen 14.000 Bürger. Verwaltungschefin Radtke kritisiert Zahlen der Volkszählung

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2013 | 16:00 Uhr

40 Jahre hat es gedauert, bis in Rellingen der 14 000. Einwohner begrüßt werden konnte. Doch der Jubiläums-Bürger interessiert sich noch gar nicht für seinen exklusiven Status: Tönje Jano Groth schläft lieber. Er wurde am 2. September geboren und ist sieben Wochen alt. Gestern überreichte Bürgermeisterin Anja Radtke feierlich eine Urkunde und Willkommensgeschenke.

Die junge Familie Groth wohnt im Neubaugebiet Achtern Knick. „Es gibt dort sehr viele Kinder im Alter von Null bis Drei“, sagte Mutter Annika (31). Und Ehemann Malte fügte hinzu: „Die Kinder können hier nahezu perfekt aufwachsen.“

Der 33-jährige Ingenieur wohnt seit 2001 in der Gemeinde, seine Frau Annika ist seit acht Jahren an seiner Seite. Beide sind in der Nähe aufgewachsen. „Wir leben schon immer mit einem halben Fuß in Rellingen“, betont der Experte. Die ruhige Lage mit Nähe zur pulsierenden Großstadt und zur See schätzen die beiden. Das wollen sie auch ihren Kindern Lale Malin (3) und Tönje Jano bieten.

Verwaltungschefin Radtke freute sich über den geschichtsträchtigen Zuwachs. In den vergangenen Jahren seien die Einwohnerzahlen schwankend gewesen. „Die Zukunft liegt in jungen Händen“, sagte sie.

Rückendeckung gibt es durch die Bürgerstiftung Rellingen, die die Arbeit von Nicole Eckhoff finanziert – die Familienbeauftragte berät junge Familien. „Drei Monate nach der Geburt bekommen die Familien einen Brief und die Chance eines persönlichen Besuchs von Frau Eckhoff“, beschrieb Radtke das Prozedere. Im Mittelpunkt stehe die Beschreibung der Angebote, die Rellingen zu bieten hat.

Doch schreibt Tönje Jano wirklich Rellinger Geschichte? Nach der Erhebung des Zensus (Volkszählung) im Jahr 2011 habe Rellingen 253 Einwohner weniger. Das Problem: 60 Gesetze sind an die Einwohnerzahlen gekoppelt. Aber Radtke ist sicher: „Ich vertraue auf unsere Zahlen.“ Sie seien genauer. „Und ich gebe doch keinen meiner Bürger her“, sagt sie und wünscht Tönje Jano alles Gute.

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