zur Navigation springen

Open Air in Pinneberg : Töne op Platt beim SummerJazz

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

236 Künstler bewerben sich für die Open-Air-Veranstaltung vom 7. bis zum 10. August. 50 Konzerte sollen stattfinden. Anke Angel wieder mit dabei.

Pinneberg | Die Vorbereitungen für das diesjährige SummerJazz-Festival vom 7. bis zum 10. August laufen. Ein achtköpfiges Team sichtet nun die 236 Bewerbungen. Denn die Frist ist in dieser Woche abgelaufen. Jetzt heißt es entscheiden. Auf jeden Fall wird es 50 Open-Air-Konzerte geben, sagt Organisator Günter Kleinschmidt. Das verspricht mehr als 200 Künstler auf sieben Bühnen an vier Tagen. Die Festival Night und die Blues Night wird ebenfalls neu aufgelegt.

Einige Bands stehen bereits fest: Tom Shaka, die Flying Soul Toasters, Anke Angel & David Herzel Band, Liekedeler sowie Caroline Kiesewetter und Jochim Scheel werden die Besucher unterhalten. Das Motto lautet in diesem Jahr: „Jazz meets Platt“. Damit wollen die Organisatoren die Heimatverbundenheit betonen. „Wir hatten schon immer Bands, die plattdeutsche Stücke im Repertoire hatten“, erklärt Kleinschmidt. Da habe sich das Thema angeboten.

Es gebe drei Varianten, wie dies von den Künstlern umgesetzt wird. Entweder übersetzen sie klassische Stücke ins Plattdeutsche, verpassen plattdeutschen Liedern einen jazzigen Anstrich – oder sie texten und komponieren gleich plattdeutsche Jazz-Songs. „Wir sind schon ganz gespannt darauf, wie die Musiker das Thema umsetzen werden“, sagt Kleinschmidt.

Der Name Anke Angel dürfte den Besuchern noch aus dem vergangenen Jahr bekannt sein. Sie ist die erste Künstlerin, die im zweiten Jahr in Folge auftreten darf. Ihr Konzert mit der David Herzel Band sei einfach zu fantastisch gewesen, sind Herbert Hoffmann und Kleinschmidt sich einig. Auch die „Süddeutsche Zeitung“ urteilte positiv über die Niederländerin: „Sie greift in die Tasten, spielt mit dem Ellenbogen, flirtet dabei mit dem Publikum, singt ein Saxofonsolo mit endlos langem Atem.“ Die Künstlerin gibt zwar niederländischen Jazz zum Besten, aber die Nähe zum Plattdeutschen ist natürlich gegeben. So richtig platt wird es aber bei Liekedeler. Handgemachte Musik präsentiert die Band aus Uetersen.

Die Hamburgerin Caroline Kiesewetter tritt gemeinsam mit ihrem Gitarristen Jochim Scheel auf. Die Sängerin und Schauspielerin wurde durch die Sesamstraße bekannt und hat ihre Liebe zum Jazz als Teenager entdeckt. Vor allem die Evergreens haben es ihr angetan, nachdem sie eine Schallplatte von Caterina Valente auf einem Flohmarkt ergattert hatte. Ihr Motto: „Latin Swing meets Waterkant“. Nebenbei beweist sie auch noch ihr komödiantisches Talent.

Bei Tom Shaka wird es ebebenfalls international: Der US-amerikanische Bluesman mit sizilianischer Herkunft gilt als vielseitiger Musiker und Sänger, der neben dem Gitarrenspiel auch das Spiel auf der Mundharmonika, Ukulele, Mandoline und der One-String-Git-Fiddle beherrscht.

Auch bei den Flying Soul Toasters bleibt es klassisch. Die Funk & Soulband aus Bremen bietet Soul der Sechziger, Disco-Funk der Siebziger aber auch aktuelle Songs im Style von Jan Delay, Amy Winehouse oder Adele.

Zu den bestehenden kommen noch viele Künstler hinzu. Kleinschmidt freut sich schon auf die vier Tage im August. Für die Zukunft wünscht er sich eine stärkere finanzielle Unterstützung durch Sponsoren, um mehr internationale Acts engagieren zu können. Bisher ist das nur möglich, wenn die Künstler sowieso gerade in der Nähe auf Tour sind. „Der Name ist auch im Ausland bekannt. Das zeigt den Weltruf, den das SummerJazz -Festival in der Szene genießt“, ergänzt Hoffmann.

Zurzeit muss das Geld aber besonders gut zusammen gehalten werden. Denn dadurch, dass das Festival immer erfolgreicher wird und die Umsätze stetig steigen, fällt erstmals Mehrwertsteuer an.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen