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Alte Märchen neu interpretiert : „Time to Wonder“ feiert Premiere in Halstenbek

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Erstaufführung am Wolfgang-Borchert-Gymnasium, obwohl der „Prinz“ krank im Bett lag. Noch drei weitere Aufführungen sind angesetzt.

shz.de von
erstellt am 14.Mär.2016 | 16:15 Uhr

Halstenbek | „Es war einmal...“ mit diesen Worten hätte die Aufführung der neuen Inszenierung „Time to Wonder“, das am Freitagabend in der Aula des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums Premiere feierte, auch am Sonnabend beginnen sollen. Doch nachdem die Besucher bereits Platz genommen hatten und gespannt auf die Schauspieler warteten, erklang die Stimme von Theaterchef Andreas Kroder. Hauptdarsteller Thomas Krohn, der die Rolle des Prinzen spielen sollte, war kurzfristig ausgefallen und lag krank und vor allem ohne Stimme im Bett.

„Er schont sich, um bei den anderen Aufführungen dabei sein zu können. Mit ihm fehlt uns nicht nur der Hauptdarsteller, sondern auch eine tolle Stimme“, sagte der Leiter der Theater-AG des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums. Kurzerhand sei die Rolle auf mehrere Darsteller verteilt worden, die sich während der Inszenierung zum Teil mit Spickzetteln behalfen. Eine Zweitbesetzung gab es nicht.

„Es ist noch nie eine Aufführung der Theater-AG ausgefallen. Das wollten wir so beibehalten“, sagte Kroder und scherzte: „Wenn Sie komplett enttäuscht sind, können Sie sich nach der Vorstellung an der Kasse beschweren. Wir werden versuchen, Ihre Beschwerde ernst zu nehmen.“ Davon dürfte aber keiner der Besucher Gebrauch gemacht haben. „Time to Wonder“ verbindet die klassischen Märchen Schneewittchen, Dornröschen, Aschenputtel und Rumpelstilzen in einem Stück. Florian Walther führte als Erzähler durch die Geschichte. Der Ausfall der Hauptdarstellers machte ihn – abgesehen von der Lehrer-Band mit Eva Goller (Klavier), Christoph Krohn (Gitarre), Frank Hellmuth (Bass) und Boris Bölckow (Schlagzeug) – zum Hahn im Korb des 15-köpfigen Ensembles. Er schlug als Erzähler die Brücke zwischen den Märchen, die szenenhaft auf der Bühne – teilweise parallel – dargestellt wurden.

Florian Walther führte als Erzähler durch die Geschichte.
Florian Walther führte als Erzähler durch die Geschichte. Foto: Fröhlig
 

Eine Krone, die immer wieder den Besitzer wechselte, zeigte, wer in die Prinzen-Rolle schlüpfte. Viele dieser Elemente wurden von Paula Keggenhoff, die eigentlich Aschenputtel spielte, übernommen. Bei einer insgesamt guten Darbietung ragte sie stimmlich und durch ihre musikalische Vielfalt heraus. Einen Song hatte sie selbst komponiert. Dreimal ist „Time to Wonder“ noch in der Aula des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums, Bickbargen 111, zu sehen: am 15., 17. und 18. März jeweils um 19.30 Uhr. Schüler zahlen drei Euro, Erwachsene fünf Euro pro Karte. Diese sind in den Schulpausen, an der Abendkasse und online verfügbar.

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