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Pinneberger Tageblatt

18. August 2017 | 03:31 Uhr

THS: Statiker lehnt Auftrag ab

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Schulsanierung Unterlagen fehlen / Umbaumaßnahme wird dadurch komplizierter / Arbeiten an den Grundschulen im Frühjahr fertig

Schlechte Nachrichten für die Sanierung der Theodor-Heuss-Schule (THS) Pinneberg. Noch Anfang des Monats wurde verkündet, ein neuer Statiker solle die festgefahrene Situation retten. Während der Ratsversammlung am Donnerstagabend musste Bürgermeisterin Urte Steinberg jedoch verkünden: „Der neue Statiker hat den Auftrag abgelehnt.“ Für das Gebäude würde es keine Bestandsstatik geben. Das hatte der Fachmann am Donnerstag mitgeteilt.

„Es gibt sehr wohl Statik-Unterlagen. Aber an diesem Punkt ist auch der Statiker davor gescheitert“, erläuterte Silkata Sahin-Adu, Leiterin des Kommunalen Servicebetriebs der Stadt Pinneberg (KSP). „Ich gehe davon aus, dass die Details damals direkt auf der Baustelle entschieden worden“, sagt sie über die fehlenden Unterlagen. Inzwischen hätten sich darüber hinaus Normen geändert und man wisse nicht genau, welche Materialien wie verbaut seien. „Ohne wesentliche Zerstörung des Gebäudes kriegt man das nicht raus“, sagte Sahin-Adu auf Anfrage. Ein einfacher Wechsel der Fassade an der THS sei nicht möglich. Wie es weiter gehe, sei noch nicht bekannt. Gemeinsam mit dem zuständigen Architektenbüro arbeitet der KSP an einer Lösung.

Auch die bevorstehenden Arbeiten an der Grundschule Thesdorf und der Hans-Clausen-Schule waren Thema in der Ratsversammlung. Während der Sitzung des Wirtschaftsausschusses am Mittwoch hatte das Innenministerium mitgeteilt, einen Kredit von 600  000 Euro zu bewilligen (diese Zeitung berichtete). Der Rat beschloss einstimmig, dieses Geld für die Aufstellung von Containern für die Betreuungsgruppen zu nutzen. „Ziel war es am 5. September den Container oder Anbau zu realisieren, ist das immer noch so“, fragte Ratsherr Kai Vogel (SPD). Nun sei von zehn Monaten Bauzeit die Rede, das sei nicht schneller möglich. Sahin-Adu antwortete, dass die Zeitschiene fix sei. „Die zehn Monate gelten ab dem Zeitpunkt, ab dem die Mittel frei verfügbar sind“, erläuterte sie auf Anfrage. Wann genau die Arbeiten aufgenommen werden können, hänge also davon ab, wie schnell die 600  000 Euro in den Haushalt eingestellt würden. Beschleunigt werden könne das Verfahren nicht. Die Arbeiten werden frühstens im Frühjahr 2017 fertig gestellt sein.

Kritik gab es von Seiten der Grünen und Unabhängigen. Die Verwaltung habe die Möglichkeiten der Einzelgenehmigungen für den Haushalt nicht genutzt und dadurch wichtige Zeit verstreichen lassen. „Wir haben die Chance vertan, nächste Woche mit Maßnahmen anzufangen“, sagte Manfred Stache (Grüne und Unabhängige). Torsten Hauwetter (CDU) hielt dagegen: „Hätten wir uns für Teilgenehmigungen entschieden, hätten wir einen Null-Haushalt.“

Aktuell stellt sich die Haushaltslage so da, dass sieben Millionen Euro des Etats bei Vorlage des Jahresabschluss 2009 von Kiel freigegeben werden. An diesem würde mit Hochdruck gearbeitet, so Steinberg. Sobald der Abschluss für 2010 vorliege, habe das Innenministerium angekündigt, würde auch der restliche Haushalt freigegeben, so Hauwetter.

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erstellt am 25.Jun.2016 | 16:35 Uhr

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