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Drei Bauern-Brüder und ein Baby : Theotervereen Bossel-Hogenfiedel begeistert mit plattdeutscher Komödie

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Theotervereen Bossel-Hogenfiedel begeistert mit plattdeutscher Komödie „De dree Blindgängers“ in der Johannes-Schneider-Halle.

Borstel-Hohenraden | Mitte August hatte die Truppe des Theotervereens Bossel-Hogenfiedel mit den Proben begonnen, zweimal wöchentlich die Szenen einstudiert. Eine Woche vor der Premiere wurde die Bühne aufgebaut und die Technik installiert. Am vergangenen Wochenende war es soweit: Knapp 200 Besucher erlebten in der Johannes-Schneider-Halle an der Quickborner Straße die Aufführung des Stücks „De dree Blindgängers“.

In der plattdeutschen Komödie von Maximilian Vitus und Walter Gudegast geht es um die drei Brüder Krischan (gespielt von Sönke Münster), Korl (Dennis Lüdt) und Jörn (Thore Jasper), die mit der alten Dienstmagd Greten (Marit Sempert) auf einem Bauernhof leben. Mit Heiraten haben die Landwirte nichts am Hut, obwohl Viehhändler Thomsen (Rüdiger Wüpper) sich große Mühe gibt, das Trio unter die Haube zu bringen. Ihrer Meinung nach läuft alles bestens. Sie versorgen sich selbst, und auch dem Schnaps wird gern einmal zugesprochen. Eines Tages entdecken die Brüder vor ihrer Haustür ein Findelkind. Sie nehmen sich des Säuglings an, versorgen und verhätscheln ihn – zwar etwas unbeholfen, aber liebevoll. Aber was tun? Und wer ist die Mutter? Eine junge Dienstdeern namens Hanne (Inga Kuhlmann) soll sich um den Kleinen kümmern, denn Greten will vom Kinderhüten nichts mehr wissen. Viehhändler Thomsen bringt noch die reiche Witwe Beckmann (Nina Junge) ins Spiel, doch Babysitterin Hanne hat längst das Zepter übernommen.

Die Mimen verstanden es in eindrucksvoller Manier, den Charme der plattdeutschen Sprache zu vermitteln und sorgten mit teilweise urkomischen Szenen immer wieder für Applaus. Regisseur Andreas Heppner setzte die Handlung gekonnt in Szene. Dazu ein professionell gestaltetes Bühnenbild und eine ausgefeilte Ton- und Lichttechnik: alles passte. In den Pausen und nach der Vorstellung gab es am langen Tresen in der Sporthalle Getränke, Laugenbrezel und Würstchen.

Genau genommen war es übrigens keine Premiere beim Theotervereen Bossel-Hogenfiedel, denn die Truppe hatte den Dreiakter vor 29 Jahren zum ersten Mal aufgeführt. „Wir wollten das Stück noch einmal zeigen, weil es damals so gut angekommen ist“, sagte Heppner. Zwei Mimen waren bereits 1986 mit von der Partie: Marit Sempert spielte die junge Babysitterin Nina und Elke Krohn, die jetzt als Souffleuse wirkte, übernahm die Rolle der Witwe Beckmann. Die nächste Aufführung ist das Weihnachtsmärchen. Gespielt wird das Grimmsche Werk „König Drosselbart“. Die Vorstellungen am 4. und 5. Dezember beginnen jeweils um 17 Uhr. Am 6. Dezember öffnet sich der Vorhang bereits um 16 Uhr.

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erstellt am 02.Nov.2015 | 16:30 Uhr

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