Rellingen : Theaterspiel mit Lerneffekt

Schüler und Schauspieler kooperieren am Projekttag.
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Schüler und Schauspieler kooperieren am Projekttag.

Aufklärung über sexuellen Missbrauch: Präventionsprojekt für Schüler der Rellinger Caspar-Voght-Schule.

shz.de von
02. Oktober 2013, 16:00 Uhr

Wann wird ein vermeintlicher Scherz zu einer verbalen Nötigung und eine SMS zu einer obszönen Beleidigung? Für Jugendliche, irgendwo zwischen Kindheit und Erwachsensein, ist das manchmal schwierig zuzuordnen. Deswegen fand nun für Neuntklässler der Caspar-Voght-Schule (CVS) in Rellingen ein Präventionstag statt.

Denn sexuelle Gewalt meint nicht nur Missbrauch oder Vergewaltigung – sie beginnt viel früher und bleibt oft unbemerkt. Das theaterpädagogische Präventionsprogramm gegen sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen – unter dem Titel „Ein Tritt ins Glück“ – ist Teil des Präventionsprojekts „Grenzgebiete“ der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen.

Gewalttaten, die Jugendliche anderen Jugendlichen antun und die Grenzen dafür, darum ging es bei dem Projekt, das erstmals im Kreis Pinneberg aufgeführt wurde. „Ganz wichtig ist auch, an wen sich junge Menschen in so einem Fall wenden können“, sagt Martina Wohlers, Schulsozialpädagogin der CVS. Denn oft seien Schamgefühle in einer solchen Situation groß, die Jugendlichen trauen sich nicht, mit jemandem darüber zu sprechen.

Um die Basis für Diskussionen zu schaffen, wurde ein Theaterstück präsentiert. Dafür waren vier Schauspieler vor Ort. „Das Stück handelt von zwei jungen Pärchen, die Sprache ist an die Jugendsprache angepasst“, erklärt India Eva-Maria Roth, eine der Schauspielerinnen. Es gibt Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der jungen Menschen. Einer der Jungs verguckt sich in die Freundin seines Kumpels, am Ende des Stücks vergewaltigt er sie. Nach der Aufführung gab es Workshops, die Raum für Diskussionen boten.

Kimberly (14) ist in jedem Fall um eine Erfahrung reicher: „Ich finde es gut, dass man nun weiß, an wen man sich wenden kann und wie man betroffenen Freunden helfen könnte“, sagt die Schülerin. >

Weitere Infos unter: www.jugend schutz-niedersachsen.de

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