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Vom VHS-Kursus zur Institution : Theater Schenefeld feiert 40. Geburtstag

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Gewinn des städtischen Kulturpreises war einer der Höhepunkte. Fast 100 Stücke aufgeführt.

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2015 | 10:00 Uhr

Schenefeld | 45 abendfüllende Stücke, zehn Kabaretts und Lesungen sowie 38 Weihnachtsmärchen. Die Bestandsaufnahme des Schenefelder Theaters fällt beeindruckend aus. In diesem Jahr feiert die Bühne ihren 40. Geburtstag.

Alles begann mit einem Kursus an der Volkshochschule. Bei der Schenefelderin und ausgebildeten Schauspielerin Christel Lohse konnten interessierte Bürger im Jahr 1975 Kenntnisse in Sachen Laienspiel erwerben – Pantomimische Übungen, Sprech- und Atemtechnik standen unter anderem auf dem Programm. Zu den Teilnehmern an dem Kursus zählte seinerzeit auch Karin Niß. „Unsere Gruppe hatte im Rahmen des Kursus zahlreiche erfolgreiche Aufführungen. Doch irgendwann wurde uns das Korsett zu eng. Wir wollten länger proben“, berichtet sie. Also habe man das Theater Schenefeld ins Leben gerufen. Niß übernahm den Vorsitz, den sie bis vor kurzem innehatte.

Das erste Stück, das das Ensemble auf die Bühne brachte, war ein Weihnachtsmärchen mit dem Titel „Prinzessin Huschewind“. Geschrieben von Niß selbst, sollten bis zur ersten Aufführung allerdings zwei Jahre vergehen. „Es hat an vielem gefehlt. An Proberäumen. An Räumen für die Erstellung von Kulissen und Requisiten. Aber auch an technischem Fachwissen“, erinnert sich die ehemalige Chefin. Hilfe habe man schließlich von Mitgliedern des Hamburger Ohnsorg-Theaters erhalten. Die Schenefelder Fördertechnik-Firma Harry Lässig habe einen Werkraum zur Verfügung gestellt, die Paulskirchengemeinde, die dem Theater auch heute noch eng verbunden ist, einen Proberaum.

Im Laufe der Jahrzehnte erlebten die Theatermitglieder – heute umfasst das Ensemble mehr als 50 Frauen und Männer – mehrere Höhepunkte. Gleich der erste seitens der Stadt Schenefeld verliehene Kulturpreis beispielsweise ging 1982 an das Theater – für „besondere Verdienste auf dem Gebiet des Amateurtheaters“. Drei Jahre später durfte sich die Bühne indirekt mit einem „Oscar“ schmücken: Eine von Günther Schaidt, dem Ehemann der Theater-Mitgründerin Renate Brühl-Schaidt, entwickelte Nebelmaschine, die auch in Schenefeld zum Einsatz kam, räumte den Preis in der Kategorie „Wissenschaft und Entwicklung“ ab. Initiiert von Ensemblemitglied Max Arnhold, einem gebürtigen Helgoländer, veranstaltet das Theater darüber hinaus bereits seit 1981 in jedem Jahr eine Gastspielreise auf die Hochseeinsel.

Auch in Zukunft wollen die Theatermitglieder, denen inzwischen Michael Mathiesen vorsteht, ihr Publikum verwöhnen. Statt ausgiebig zu feiern, kommen deshalb zu diesem Zweck in diesem Jahr statt zwei sogar drei neue Stücke auf die Bühne. Schon am Donnerstag, 30. April, feiert mit „Zum Henker mit den Henks“ eine rabenschwarze Komödie rund um das Thema Mord Premiere. Ein weiteres humorvolles Stück, „Candlelight und Liebestöter“ soll dann im Oktober starten, bevor das Jahr schließlich mit der Fortsetzung des letztjährigen Weihnachtsmärchens „Am Samstag kam das Sams zurück“ beschlossen wird.

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