Inszenierung : Theater in Schenefeld: Hofstaat mit Rokoko-Schuhen

Ein Frosch kündigt dem König (Gerrit Meyer-Haack) und der Königin (Maren Schirrmacher) die Geburt der Königstochter an.
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Ein Frosch kündigt dem König (Gerrit Meyer-Haack) und der Königin (Maren Schirrmacher) die Geburt der Königstochter an.

Für zwei weitere Aufführungen der Dornröschen-Inszenierung mit Ballett gibt es noch Tickets.

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11. Dezember 2017, 13:00 Uhr

Schenefeld | „Herzlich Willkommen zu Dornröschen“ verkündete eine Stimme über Lautsprecher, bevor die diesjährige Weihnachtsmärchen-Aufführung des Theaters Schenefeld begann. Nachdem sich der Vorhang geöffnet hatte, bot sich den sehr zahlreich erschienenen Zuschauern eine üppige Hofszene: Der Hofstaat vergnügte sich mit ballonartigen Kleidern, Rokoko-Schuhen und gelockten Perücken beim Crocket-Spiel.

Wie bei den vergangenen Märchen-Stücken hat das Theater Schenefeld auch in diesem Jahr wieder mit einer charmant-liebevollen und aufwendigen Inszenierung überzeugt. Das auf der Vorlage des Neu-Schenefelders Rainer Lewandoswky basierende Stück bereicherten zahlreiche musikalische Einlagen und eine Hofballett-Aufführung des Ballettstudios Beate Schüßler-Preuß.

Das Stück basierte auf der Vorlage des Neu-Schenefelders und ehemaligen Intendanten des ETA-Hofmann-Theaters Rainer Lewandowsky. Theaterchef Michael Matthiesen veränderte einzelne Szenen, indem er beispielsweise das Königspaar, gespielt von Gerrit Meyer-Haack und Maren Schirrmacher, die Besucher als ihren Hofstaat zur Gratulation anlässlich der Geburt ihrer Tochter aufforderte.

Inszenierung mit individueller Note

Andreas Janssen hat die Musik zum Stück selbst geschrieben. Lennart Matthiesen studierte die Lieder mit den Schauspielern ein. Die passenden Melodien und gelungen vorgetragenen Stücke lockerten das Märchen auf und verliehen der Inszenierung eine individuelle Note. Das Ensemble hatte ein Viertel Jahr lang das auf der Fassung der Brüder Grimm beruhende Märchen einstudiert. Der Theaterchef berichtete, dass das Stück Dornröschen noch in der Inszenierungsreihe der Märchen gefehlt habe. „Wir sind eine tolle Crew und hatten bei der Theaterarbeit viel Spaß“, bilanzierte Matthiesen.

Die einzelnen Szenen reihten sich gekonnt einschließlich unterschiedlicher Höhepunkte aneinander. So durfte nach dem Crocket-Spiel der Auftritt eines Frosches in grün-perlendem Gewand nicht fehlen. Auch der Hofballett-Auftritt der zarten Tänzerinnen mit Blumenzweigen passte in die Unterhaltungswelt am Königshof. Glücksfee (Laura Matthiesen), die gute Fee (Andrea Krohmer) und vor allem auch die böse Fee (Chantal Wüst) setzten mit ihrer schallend-bösen Lache fantasievolle Akzente. Die jüngeren Kinder fürchteten sich vor Chantal Wüst jedoch nicht. Wahrscheinlich lag es daran, dass die schlanke Fee in ihrem schwarzen Funkel-Kostüm eine mystisch-schöne Aura umgab. Die schauspielerische Leistung aller Darsteller, aber auch gewisse Feinheiten – wie historische Köchin- und Küchenjungen-Kostüme mit nostalgischem Keramik-Wagen rundeten das Schauspiel ab. Nach der Vorstellung nutzten Besucher die Chance, mit den Schauspielern ins Gespräch zu kommen. Weitere Aufführungen sind am 15. Dezember um 19.30 Uhr, am 16. Dezember um 14 und 17 Uhr sowie am 17. Dezember um 14  und 17 Uhr im Forum. Der Eintritt beträgt sieben Euro.

Freitag, 15. Dezember, 19.30 Uhr und Sonnabend, 16. Dezember, 14 und 17 Uhr, Sonntag, 17. Dezember, 14 und 17 Uhr im Forum Achter de Weiden. Einlass ist  eine halbe Stunde vorher. Karten gibt es  für sieben Euro unter Telefon (04101) 606141 (Montag bis Freitag  von 15 bis 18 Uhr) sowie bei folgenden  Vorverkaufsstellen:  Buchhandlung Heymann im „Stadtzentrum“ Schenefeld, Schreibwaren Hollmann, Friedrich-Ebert-Allee 20 und Buchhandlung Cremer, Hauptstraße 51 in Halstenbek sowie online unter www.theater-schenefeld.de
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