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Rathausplatz in Halstenbek : Testballon für einen zweiten Markttag

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ab dem 22. März bieten die Gemeinde Halstenbek und der Betreiber zusätzlich zu Freitag auch Dienstagnachmittag einen Markttermin an.

Halstenbek | Der Dienstag wird Markttag in Halstenbek. Zumindest testweise. Da der traditionelle Markt am Karfreitag ausfällt, wollen die Marktbeschicker bereits am Dienstag, 22. März, von 14 bis 18 Uhr ihre Waren feilbieten. Das Thema hatte der SPD-Fraktionsvorsitzende Christoph Bittner im Finanzausschuss mit seiner Frage nach dem Umsetzungsstand für einen zweiten Markttag ins Rollen gebracht. Diesen hatte die Gemeindevertretung im September 2014 beschlossen. Doch bei der Umsetzung hakte es.

„Die Planungen für einen zweiten Wochenmarkttag in Halstenbek wurde seinerzeit von Elke Tramm forciert. Durch die längere Vakanz bei der Besetzung der Stelle des Wirtschaftsförderers konnte dieses Thema im vergangenen Jahr nicht weiter verfolgt werden“, sagte Wirtschaftsförderer Stefan Wieschebrock auf Anfrage dieser Zeitung. Als seine Vorgängerin Elke Tramm ging, schliefen die Planungen ein. Nun werden sie wieder angegangen. Derzeit führe er Gespräche mit den Marktbeschickern über einen „Nachmittagswochenmarkt“. Die Idee der Gemeindevertretung, diesen an einem Mittwoch auszurichten, stößt bei den aktuell neun Anbietern aber auf wenig Gegenliebe. Sie sprechen sich klar für den Dienstagnachmittag aus.

„Wenn das Rathaus am Mittwochnachmittag zu ist, kommen keine Leute“, weiß Ute Meyer-Homfeldt. „Viele kommen nicht explizit zum Markt, sondern verbinden es, wenn sie zum Rathaus oder Kindergarten gehen“, sagt Michael Heinrich, der den Obst- und Gemüsestand auf dem Rathausvorplatz in zweiter Generation betreibt. Er sei gespannt auf den Test: „Unter der Woche ist es nachmittags recht ruhig.“ Am Test in der Karfreitagswoche werde er nicht teilnehmen. Doch ist der Grund pragmatisch: „Wir haben schon einen anderen Markt, den wir nicht einfach so aufgeben.“

Fischhändler Heino Jeske gehört zu den Marktbeschickern, die beim Test dabei sein werden: „Wenn das angenommen wird, machen wir weiter.“ Dabei spricht er sich auch klar für den Dienstag aus: „Da hat das Rathaus auf. Das zieht Besucher.“ Da aufgrund des Feiertags in der Woche der traditionelle Markttag ausfalle, sei es eine Möglichkeit zu sehen, ob außer den Stamm- auch neue Kunden angezogen werden. „Wir hoffen, dass ausreichend Leute kommen, aber wir fangen ja auch gerade erst an“, steckt Jeske die Erwartungen nicht zu hoch.

Attraktivitätssteigerung des Standortes Halstenbek

„Primär dient ein zweiter Markttag der Attraktivitätssteigerung des Standortes Halstenbek“, hofft Wieschebrock mit dem neuen Angebot auch Berufstätige anzusprechen. Nennenswerte zusätzliche Einnahmen, die das Haushaltsdefizit der Gemeinde Halstenbek reduzieren würden, seien nicht zu erwarten. „Aus betriebswirtschaftlicher Sicht führt ein potentieller zweiter Wochenmarkt bei ausreichendem Interesse von Marktbeschickern – neben dem damit verbundenen Angebot für die Halstenbeker Bevölkerung – zu einem gesteigerten Kostendeckungsgrad, da die damit verbundenen Personalkosten pro Markttag gesenkt werden“, erläutert Wieschebrock. Für das aktuelle Jahr seien 11.400 Euro an Einnahmen geplant. Diesen stünden Ausgaben in gleicher Höhe für die Reinigung des Platzes und Energieversorgung für die Marktbeschicker gegenüber.

Allerdings schränkt der Wirtschaftsförderer ein: „Wobei hier die anfallenden Personalausgaben bei der Gemeinde für die Organisation und Betreuung des Wochenmarktes nicht mit eingerechnet sind. Die Gemeinde Halstenbek verdient also nicht an der Durchführung des Wochenmarktes.“

Wie viele Marktbeschicker am Test teilnehmen, werde sich in der kommenden Woche klären. Denn manchmal gibt es ganz einfache Probleme, wie Monika Pötsch vom Geflügelhof Neumann erläutert: „Dienstags schlachten wir. Da haben wir noch gar keine Ware.“

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erstellt am 01.Mär.2016 | 17:00 Uhr

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