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Kultur in Pinneberg : Termin-Wirrwarr sorgt für Unmut

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Einwohnerversammlung zum Thema Kultur am Donnerstag, 6. November, kollidiert mit kulturellen Veranstaltungen in Pinneberg.

Pinneberg | Pinneberg redet über Kultur, aber nicht alle Kulturschaffenden und Kulturfreunde können mitreden: Zeitgleich zur ersten Einwohnerversammlung zum Thema Kultur am Donnerstag, 6. November, ab 19 Uhr finden in der Kreisstadt zwei kulturelle Veranstaltungen statt. „Ich hätte gern mitdiskutiert, kann aber nicht an der Einwohnerversammlung teilnehmen, weil wir hier ein Konzert veranstalten. Das ist bedauerlich“, sagt Stefanie Fricke, Künstlerische Leiterin der Drostei und damit eine der wichtigsten Kulturschaffenden der Stadt. Unter dem Titel „Verleih uns Frieden gnädiglich“ konzertieren die Hamburger Ratsmusiker ab 19.30 Uhr in der Drostei. Die Planungen für den Barocken Herbst – mittlerweile eine traditionelle Veranstaltung mit Fans weit über die Grenzen des Kreises hinaus – liefen lange im Voraus. Seit April stehe der Termin des Konzerts fest. „Es ist großartig, das es so eine Veranstaltung von der Stadt gibt“, sagt Fricke. „Aber wir hätten uns vorab mehr Kommunikation gewünscht – damit hätte man diese unglückliche Überschneidung vermeiden können“, fügt sie hinzu.

Auch in der benachbarten Buchhandlung Bücherwurm, Dingstätte 24, gibt es am selben Abend ein kulturelles Angebot: Zum 18. Bücherschnupperabend stellt Annemarie Stoltenberg, NDR-Moderatorin und Literaturkritikerin, die Herbst-Neuerscheinungen vor. Beginn? Ebenfalls um 19.30 Uhr.

„Aufgrund zahlreicher politischer Sitzungen ließ sich kein anderer Termin finden“, sagt Marc Trampe, Pressesprecher der Stadt, auf Anfrage dieser Zeitung. „Das war keinerlei Absicht – es ist unglücklich“, räumt Trampe ein. Bei künftigen Veranstaltungen wolle man besser und frühzeitiger planen, um derartige Überschneidungen zu vermeiden.

Die Einwohnerversammlung beginnt um 19 Uhr im Ratssitzungssaal, Bismarckstraße 8, und dauert etwa zweieinhalb Stunden. Es soll um Anregungen und Herausforderungen in Sachen Kultur in Pinneberg gehen. Nach einer Einführung durch den Vorsitzenden des Landeskulturverbands, Rolf Teucher, können die Teilnehmer an vier Themen-Tischen diskutieren. Die vier Themen lauten: „Kultur braucht Geld“, „Kultur braucht Räume“, „Kultur braucht Menschen“ und „Ernst-Paasch-Halle“. Als jeweilige Moderatoren konnten Wolfgang Domeyer, Volkshochschul-Leiter, Winfried Richter, Musikschulleiter, Fritz Garben, ehemaliger Kulturvereins-Vorsitzender, und Armin Diederichsen, ehemaligen Geschäftsführer der Landdrostei und Programmmanager des Ahrensburger Kulturzentrums Marstall, gewonnen werden. Die Diskussions-Ergebnisse werden anschließend im Plenum vorgestellt. Über Anregungen und Vorschläge kann außerdem im Rahmen der Versammlung abgestimmt werden.

„Pinneberg hat kulturell viel zu bieten. Das ist vielen Pinnebergern in dem Umfang häufig gar nicht bekannt“, sagte Bürgermeisterin Urte Steinberg . „Wir wollen das Pinneberger Kulturleben sichtbar machen und ins Gespräch kommen“, fügte Bürgervorsteherin Natalina Boenigk (CDU) hinzu.

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erstellt am 01.Nov.2014 | 14:00 Uhr

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