zur Navigation springen

Kreis Pinneberg : Temposünder zahlen zwei Millionen Euro

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Kreis Pinneberg kassierte im vergangenen Jahr 800.000 Euro mehr als 2012.

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2014 | 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | 105.370 Fahrzeugführer sind im vergangenen Jahr dabei erwischt worden, wie sie mit überhöhter Geschwindigkeit im Kreis Pinneberg unterwegs waren. Die Gesamteinnahmen des Kreises durch die Geschwindigkeitsmessungen im Jahr 2013 betrugen 1.923.900 Euro. Sie lagen damit um mehr als 800.000 Euro über denen des Vorjahres. Dies wurde anlässlich der kommenden Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Regionalentwicklung und Verkehr am 11. November bekanntgegeben.

Jörn Kruse (CDU), Vorsitzender des Verkehrsausschusses, sagte im Gespräch mit dieser Zeitung: „Die Messungen dienen in erster Linie der Verkehrssicherheit im Kreis Pinneberg.“ Dennoch nehme der Kreis durch die Bußgelder natürlich Geld ein, wobei man bedenken müsse, dass den Einnahmen auch Ausgaben gegenüberstünden, welche die fast zwei Millionen Euro relativierten. Diese Ausgaben betrugen im vergangenen Jahr zirka 1,1  Millionen Euro. Doch auch wenn man lediglich betrachtet, welche Einnahmesumme nach Abzug des Aufwands übrig bleibt, liegt diese im Jahr 2013 um fast 600.000  Euro über der des Vorjahres.

Zwei Drittel der Geschwindigkeitsübertretungen 2013, nämlich 72.749, sind durch mobile Messungen erkannt worden. Für diese sind überwiegend die Mitarbeiter der Kreisverwaltung zuständig. Allerdings werden sie dabei auch von Polizeibeamten unterstützt. „Hierbei war gerade die Kooperation zwischen den Angehörigen des Kreises und den beteiligten Polizeibeamten von hoher Motivation und Kommunikation geprägt“, schrieb Oliver Baumann, Leiter des Technischen Verkehrsüberwachungsdienstes des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers Pinneberg in einem Erfahrungsbericht über das kommunale Geschwindigkeitsprojekt 2013.

Durch die fünf Starenkästen im Kreis Pinneberg wurden 32.621 Verstöße gegen die Geschwindigkeitsbeschränkung erkannt. Die meisten, 22.440 Fälle, entfielen auf den Standort Schenefeld. „Die Quote der Verstöße an diesem Standort beträgt lediglich 1,1 Prozent, das bedeutet, dass sich 99 Prozent der Verkehrsteilnehmer an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten“, schrieb Baumann. Somit sei durch die Tempomessung ein „erheblicher“ Sicherheitsbeitrag für die Fußgänger und Radfahrer erreicht worden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen