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Pinneberger Tageblatt

16. Dezember 2017 | 08:34 Uhr

Tempo 30 auf B 431: Die Hoffnung wächst

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Geschwindigkeitslimit von 22 bis 6 Uhr: Verkehrsminister erkundigt sich vor Ort

shz.de von
erstellt am 07.Dez.2013 | 16:00 Uhr

Wedels Altstadtbewohner können auf ruhige Nächte hoffen: Die Stadt will erneut versuchen, zumindest in den Nachtstunden die Geschwindigkeit auf der B 431 zwischen ZOB und Lüttdahl auf Tempo 30 zu reduzieren. Der Planungsausschuss hat einstimmig Bürgermeister Niels Schmidt gebeten, die Umsetzung aus Lärmschutzgründen einzuleiten. Und wie das Verkehrsministerium gestern mitteilte, kündigt Minister Reinhard Meyer einen Besuch am Montag bei Schmidt an. Thema: B 431.

Dabei war die Stadt bereits 2008 mit einem Antrag eines nächtlichen Tempolimits aus Lärmschutzgründen gescheitert. Damals wurde der Schallpegel gemessen und die Werte lagen unterhalb der Grenzwerte von 72 Dezibel tags und 62 Dezibel nachts, erklärt die Verwaltung. Sprich: Nach bundeseinheitlichen Richtlinien ist es nicht laut genug an der B 431, um den Verkehr zwischen 22 und 6 Uhr auszubremsen. Erschwerend kam hinzu, dass der Verkehr auf der Bundesstraße zügig abgewickelt werden soll.


Tempolimit schwierig zu kontrollieren


Im September dann die Wende: Meyer hatte Schmidt avisiert, dass das Ministerium seine Sichtweise geändert habe und ein Wedeler Antrag durchaus positiv entschieden werden könnte. Jetzt also der Termin, bei dem sich der Minister vor Ort ein Bild verschaffen möchte.

Einen Wermutstropfen gibt es jedoch. Die Durchsetzung des Tempolimits wäre nur begrenzt möglich, urteilt die Verwaltung. Geschwindigkeitsbegrenzungen würden sich auf maximal zwei bis drei Mal im Jahr beschränken. Auch ein fester Blitzer kommt demzufolge nicht in Frage. „Die Auswahl der Standorte setzt eine Gefahren- / Unfalllage voraus, das reine Ruhebedürfnis ist nicht ausreichend“, heißt es aus dem Rathaus.

Nichtsdestotrotz: Viele Anwohner dürften sich freuen, wenn die Autos vor ihrer Haustür zumindest nachts ausgebremst werden. Es wäre für sie eine schnelle Entlastung. Denn bevor der Bund – falls überhaupt – die geforderte Nordumfahrung realisiert, werden noch mehrere Jahre vergehen.

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