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Schenefeld : Taxi-Funk an der Holzkoppel: Am 1. Oktober gehen die Lichter aus

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Unternehmen schaffte es nicht aus der finanzieller Finanzlage heraus.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2015 | 12:05 Uhr

Die 27 Mitarbeiter wurden bereits entlassen. Am 1. Oktober gehen bei dem Unternehmen Taxi-Funk Schenefeld/Halstenbek– es gehört zur Firma Verkehrsbetriebe Sabine Wolf – mit Sitz an der Schenefelder Holzkoppel endgültig die Lichter aus. Das bestätigte Geschäftsführerin Melanie Bünger. Sechs Fahrzeuge des Unternehmens waren in Schenefeld unterwegs, zwei in Halstenbek. „Die Kosten haben die Einnahmen am Ende deutlich überstiegen“, sagt Bünger.

Ab 2014 geriet die Firma in eine finanzielle Schieflage – aus ganz unterschiedlichen Gründen. Der Rettungsversuch scheiterte. Im Juni dieses Jahres wurde zunächst vorläufige Insolvenz angemeldet, am 1. September begann das offizielle Insolvenzverfahren. Laut Bünger wurde aber kein tragfähiges Konzept gefunden, um den Betrieb unter veränderten Rahmenbedingungen weiter zu führen. „Auch ein Verkauf ist gescheitert“, sagt die 34-Jährige. Die Konzessionen sind inzwischen an den Kreis zurückgegangen. Sie sollen so schnell wie möglich wieder neu vergeben werden. „Wir wollen die Funktionsfähigkeit aufrecht erhalten“, betont Sabine Kraft von der zuständigen Straßenverkehrsbehörde des Kreises.

Neuvergabe von nur sieben Lizenzen

Bis Ende Oktober können Bewerber ihre Unterlagen einreichen. Die Behörde prüft die Eignung und Wirtschaftlichkeit und vergibt anschließend die Lizenzen neu – für fünf Jahre an Altunternehmer, für zwei Jahre an Neuunternehmer. Der Kreis wird aber nur noch sieben statt acht Lizenzen vergeben. „Für die Insolvenz gibt es ja Gründe“, sagt Kraft.

Die Pleite des Taxiunternehmens: für die Schenefelder ein Schlag ins Kontor. Laut Bünger hatte das Unternehmen in der Vergangenheit vor allem auch viele Krankenfahrten übernommen. „Wir hatten auch ein Rollstuhl- und ein Großraumtaxi“, sagt die Geschäftsführerin. Zurzeit gibt es nur noch fünf Taxi-Lizenzen für Schenefeld. Da müssen die Schenefelder zu Stoßzeiten schon mal warten, wenn sie ein Taxi brauchen.

Die Schenefelder Taxi-Pleite hat in der Nachbargemeinde Halstenbek zu erheblichen Unsicherheiten geführt. „Viele Kunden dachten, dass unser Unternehmen betroffen ist. Das ist aber völlig falsch“, sagt Emil-Gorsic Worrmann vom Taxi-Ruf Halstenbek.

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