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Borstel-Hohenraden : Tausende Liter Gülle ausgelaufen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der verantwortliche Landwirt wurde daraufhin angezeigt.

Borstel-Hohenraden | Ein ausgelaufener Gülle-Tank, zwei tote Schweine sowie zwei weitere kranke, nicht isolierte Tiere: Das war das Bild, das sich Feuerwehr, Polizei sowie Mitarbeitern des Veterinäramts und der Wasserbehörde des Kreises Pinneberg am Montagmittag auf einem landwirtschaftlichen Schweinemastbetrieb an der Quickborner Straße in Borstel-Hohenraden bot.

Gegen den Pächter des Hofs, Lars Kuhlmann, ehemals Chef des Kreisbauernverbands, sind laut Polizei Anzeigen erstattet worden – wegen Gewässer- und Bodenverunreinigungen, unerlaubtem Umgang mit Abfällen sowie Vergehen gegen das Tierschutz- und das Kreislaufwirtschaftsgesetz.

Von 100.000 Litern ausgetretener Gülle sprach Polizeisprecherin Silke Westphal. 23 Einsatzkräfte der Feuerwehr Borstel-Hohenraden waren laut Angaben von Wehrführer Lorenz Groth von 12.49  Uhr an mehr als eine Stunde im Einsatz, um die Gülle – ein Teil der stinkenden Brühe war bereits in einen Entwässerungsgraben gelaufen – , abzupumpen. Benachbarte Landwirte hätten geholfen.

„Das alles ist nichts, was mich kalt lässt“, so Kuhlmann. 1200 Schweine würden jeweils 100 Tage lang in seinem Betrieb gemästet. Nach jedem „Durchgang“ werde der Gülletank geleert. Erst am Wochenende hätte er Gülle gefahren und dabei wohl „den Schieber im Stall nicht richtig verschlossen, so dass nachlaufende Gülle austreten konnte“. Dass es den Schweinen gut geht, daran sei auch er interessiert. Ein „Verlust“ von zwei Prozent der Tiere sei jedoch „normal“. Die beiden toten Tiere seien erst am Wochenende gestorben. Bleibende Umweltschäden werde es laut der Unteren Naturschutzbehörde nicht geben, teilte Kreissprecher Marc Trampe mit.

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erstellt am 13.Aug.2014 | 10:00 Uhr

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