Rebensaft wird fast zum Glühwein : Tausende feiern Weinfest in der Pinneberger City

Ein Prosit der Gemütlichkeit: In fröhlicher Runde wurde an den Tischen das eine oder andere Glas Wein geleert.
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Ein Prosit der Gemütlichkeit: In fröhlicher Runde wurde an den Tischen das eine oder andere Glas Wein geleert.

Sie trotzen der extremen Hitze: 22 Winzer kredenzen edle Tropfen vor der Drostei.

shz.de von
06. Juli 2015, 10:00 Uhr

Pinneberg | Temperaturen deutlich über der 30-Grad-Celsius-Marke – offenbar kein Problem für echte Rebensaft-Liebhaber: Mehrere tausend Menschen feierten am Wochenende bei der 24. Auflage des Pinneberger Weinfests in guter Stimmung. Vier Tage lang war das Areal vor der Drostei fest in der Hand von fröhlichen Menschen, die den einen oder anderen edlen Tropfen aus deutschen Anbaugebieten probierten.

22 Winzer sowie Gastro-Betriebe mit Pizza, Fisch, Grillwürstchen, Champignons und anderen Köstlichkeiten präsentierten außerdem auch den Besuchern eine breite kulinarische Palette. Da die meisten Sitzgelegenheiten mit Sonnenschirmen überdacht waren, ließ sich die hochsommerliche Hitze gut aushalten. Eine siebenköpfige Gruppe von Frauen und Männern aus der Kreisstadt, die seit vielen Jahren das Weinfest besucht, bevorzugte zumindest am frühen Abend die erfrischende Mischung aus Wein und Wasser. „Ein bisschen verdünnen, dann kann man den Wein gut trinken“, so die einhellige Meinung der Rebensaft-Freunde. Ein Pärchen aus Appen hatte sich dagegen für eine eisgekühlte Erdbeerbowle entscheiden, die an mehreren Ständen ausgeschenkt wurde.

Kirsten Bichels betrieb mit ihrem Team zum vierten Mal in Folge den Stand des Weinguts Schier-Braun aus Zell an der Mosel. „Weißweinschorle geht sehr gut, bei der Hitze wird aber insgesamt verhaltener getrunken“, stellte sie fest. Rotwein werde von den Gästen kaum verlangt.

Den heißesten Arbeitsplatz vor der Drostei hatte während des Weinfests René Lemoine, der auf einem offenen Buchenholzfeuer Lachsseiten räucherte. „Das sind an den Flammen schon mindestens 60 Grad“, schätzte der Gastronom die Temperatur.

Für die musikalische Untermalung der Sause sorgten fünf Live-Bands mit Oldies, Pop, Folklore, Reggae, Blues und Rock’n’ Roll. Eine achtköpfige Jury mit Bürgervorsteherin Natalina Boenigk (CDU) präsentierte den Pinneberger „Wein des Jahres“. Aus 31 Produktionen wurde schließlich der „Venninger Tropfen“ Jahrgang 2014 des Weinguts Edelhof auserkoren. Winzer Alfons Minges holte auch in den Kategorien „Gourmet-Wein“ und „Rotwein des Jahres“ den ersten Platz.

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