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Pinneberger Tageblatt

20. September 2017 | 18:44 Uhr

Tanz unter der Erntekrone

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Festumzug Gemeinsames Schmücken im Vorfeld / Wagen fahren am 1. Oktober um 13 Uhr los / Bis zu 30 000 Besucher erwartet

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erstellt am 14.Sep.2017 | 16:00 Uhr

„Jeder, der sich für das Erntedankfest engagiert, nimmt sich dafür Urlaub“, sagt Volker Brammer, seit 2009 Koordinator für die Organisation des Erntedankfests in Waldenau, das als größtes in Schleswig-Holstein gilt. „Hier wird alles ehrenamtlich organisiert. Wenn wir dafür Firmen einkaufen müssten, könnten wir uns die ganze Veranstaltung gar nicht leisten“, sagt Brammer nicht ohne Stolz. Bei gutem Wetter kommen zum Festumzug, der in diesem Jahr am Sonntag, 1. Oktober, um 13 Uhr startet, 30  000 Besucher in den 3000 Einwohner zählenden Pinneberger Stadtteil. „Wenn Hamburg mit 1,8 Millionen Einwohnern plötzlich 18 Millionen Besucher aufnehmen müsste, würde alles absaufen“, sagt Brammer lachend.

Auftakt für das Erntedankfest ist am Freitag, 29. September, um 20 Uhr im Gemeinschaftshaus des Bürgervereins Waldenau Datum, Nienhöfener Straße 18. Dort wird sich der erste Stadtrat der Stadt Pinneberg, Klaus Seyfert, den Fragen der Bürger aus Waldenau-Datum stellen. „Die Bürgermeisterin Urte Steinberg hat in diesem Jahr abgesagt, weil sie zu diesem Zeitpunkt in Rockville ist“, so Jürgen Hilbers, Vorsitzender des Bürgervereins. Aus dem gleichen Grund ist auch die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Rockville-Pinneberg in diesem Jahr nicht mit einem Wagen beim Umzug dabei.
Das gemeinsame Schmücken beginnt am Sonnabend, 30. September, um 8 Uhr auf dem Hof Rechter, Jappoweg 1. „Auf allen Höfen werden die Wagen für den Umzug vorbereitet“, sagt Brammer, der sich vor allem auf das gemeinsame Frühstück im Bürgerhaus freut, das gegen 9.30 Uhr stattfinden wird. „Im letzten Jahr waren wir 160 Leute und der Zulauf wird immer größer. Wer wissen will, was Gemeinschaft ist, muss einfach hierherkommen. Das beeindruckt mich jedes Mal“, so der Organisator. Im Festzelt findet parallel zum Schmücken von 9 bis 15 Uhr ein Flohmarkt statt. „Wir haben uns gedacht, wenn das Zelt ohnehin steht, sollten wir es auch nutzen“, so Brammer. Am Abend findet traditionell der Tanz in das Erntedankfest statt. „Ab 20 Uhr macht DJ Mandrake Musik. Das Ende habe ich bewusst offen gelassen“, sagt Brammer. Eintrittskarten gibt es für acht Euro an der Abendkasse.


50 Themenwagen fahren mit


Der Tag des Festumzugs startet am Sonntag, 1. Oktober, um 8 Uhr mit dem Wecken durch den Spielmannszug Uetersen, der durch Waldenau-Datum fährt. Der Festgottesdienst in der Kreuzkirche Pinneberg, Schenefelder Landstraße 74, wird von 10 bis 11 Uhr von Pastor Henning Schlotfeldt gestaltet. Unter anderem wird der Posaunenchor spielen. „Das Thema ist natürlich Erntedank, mit der Betonung auf Dank“, erläutert Schlotfeldt. Im Anschluss an den Gottesdienst wird der Festplatz eröffnet.

Dort spielen von 12 bis 17 Uhr das Orchester Takt Art Oldies, Evergreens, Rock und Schlager sowie „Hie un Hah“, die fränkische Volksmusik präsentieren. Treckerfahren, eine Tombola, deren Hauptpreis ein Damenrad im Wert von 400 Euro ist, Glücksrad, Bogenschießen und viele weitere Angebote warten auf die Besucher. Die Übergabe der Erntekrone ist für 12.15 Uhr geplant. Um 13 Uhr soll sich der Festumzug in Bewegung setzen. Insgesamt 50 Themenwagen gehen an den Start. „Ich finde es besonders schön, dass wir den Kräla-Treff, eine Mieterinitiative aus Schenefeld, dabei haben. Die wollte ich schon fünf, sechs Jahre gewinnen und dieses Jahr kommen sie mit zahlreichen Kindern zum Umzug und helfen beim Schmücken“, freut sich Brammer. Gegen 16 Uhr soll der Umzug wieder am Festplatz ankommen. Ab 18 Uhr beginnt der Tanz unter der Erntekrone.

„Wir sind gut vorbereitet und können jetzt nur hoffen, dass das Wetter mitspielt“, sagt Brammer, der schon mit den Vorplanungen für das kommende Jahr begonnen hat: „Da haben wir unseren 70. Umzug und wollen noch einen draufsetzen.“


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