Tanz unter dem Meer mit Arielle

Ballett in bunter Unterwasserwelt: Amelie Ruf wird als Meerjungfrau Arielle auf der Bühne stehen.
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Ballett in bunter Unterwasserwelt: Amelie Ruf wird als Meerjungfrau Arielle auf der Bühne stehen.

Pinneberger Ballettschule führt Disney-Märchen auf / 150 Tänzer stehen auf der Bühne im Schenefelder Forum / Start im Februar

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13. Januar 2018, 16:00 Uhr

Sie lebt unter dem Meer und wünscht sich nichts sehnlicher als ein Mensch zu sein – Arielle, die kleine Meerjungfrau, begeistert seit ihrem Kinostart im Jahr 1989 Groß und Klein. Die Pinneberger Ballettschule Geigenberger bringt den Allzeit-Liebling der Disney Studios jetzt auf die Bühne, samt der oscarprämierten Filmmusik von Alan Menken.

Darum geht’s: Die Meerjungfrau Arielle (Amelie Ruf/Charlotte Sehm) verliebt sich in den Menschenprinzen Eric (Sophia Hinrichsen) und geht ein Tauschgeschäft mit der bösen Meerhexe Ursula (Liv Twisselmann/Anna Kaiser) ein, um selbst ein Mensch zu werden. Innerhalb von drei Tagen muss sie ihren Traumprinzen dazu bringen, sie zu küssen, sonst gehört ihre Seele der Hexe. Ihre Freunde Fabius und Scuttle (Sina Kaiser/Annika Obi) wollen ihr helfen.

Zwei Jahre sind vergangen, seit die Ballettschul-Inhaberin Anika Geigenberger mit ihren vier Ballettpädagoginnen und Choreographinnen Lena Lang, Romina Hutfilter, Dorothee Claus und Ann-Kathrin Dietrich die ersten Planungen für das Mammutprojekt startete. Jetzt geht es in die heiße Endphase. Zwischen strengen Probenplänen werden die letzten Kostüme geschneidert, das Makeup von der Profi-Visagistin Janina Padrock ausgetüftelt, am Lichtdesign gefeilt. „Es wird richtig bezaubernd“, sagt Geigenberger. „Wir trainieren seit Ende 2015 und haben schon zahlreiche Probenwochenenden hinter uns.“ Viel Arbeit steckt in der Produktion.

Die Kostüme stammen von Esther Windler. Sie entwickelte Schnittmuster und schnürte Stoffpakete. Die Eltern nähten. Trotz des Großen Fundus der Ballettschule muss viel neu gemacht werden. „Die ganzen Fische, die Quallen, die Möwen – so etwas hatten wir nicht.“ Auch die elf Meerjungfrauenkostüme mussten erst geschneidert werden.

Gar nicht so einfach: Der Fischschwanz liegt eng an und hat eine kurze Schleppe – das erfordert eine spezielle Choreographie. „Große, offene Posen wollten wir vermeiden“, erläutert Lang. Amelie Ruf, die sich die Rolle der Arielle mit Charlotte Sehm teilt und in dem Fischschwanz tanzen muss, pflichtet ihr bei. „Vom Schwierigkeitsgrad her geht es“, sagt sie. „Es bringt sehr viel Spaß.“

Amelie ist erst zwölf Jahre alt und kämpft jetzt etwas mit Lampenfieber. „Ich bin schon sehr aufgeregt“, gibt sie zu. Dass sie die Hauptrolle tanzen würde, damit hätte sie nie gerechnet, sagt sie. Auch ihre Co-Stars sind noch sehr jung: „Wir wollten auch den jüngeren Schülerinnen einfach mal die Chance geben“, sagt Geigenberger. „Sie tanzen hier, seit sie vier oder fünf Jahre alt sind, sie haben es sich verdient.“ Zu den jüngsten Solistinnen gehören Lena Wohlers (8) und Alena Werner (7), die sich die Rolle des quittegelben Fischs Fabius teilen.

Insgesamt stehen 16 Gruppen mit 150 Tänzerinnen auf der Bühne. Ins richtige Licht gerückt werden sie von einer professionellen Technikcrew. „Es geht hauptsächlich um den Tanz, deshalb haben wir wenig Kulissen, die würden nur ablenken“, sagt Geigenberger. „Stattdessen arbeiten wir viel mit Licht und Nebel.“ Sie verspricht ein richtiges Spektakel: Schwarzlicht wird die Quallen leuchten lassen, am Ende wächst Ursula zum gigantischen Tintenfisch und ihre Tentakel werden zu fünf einzelnen Tänzerinnen. Der Sturm, der Erics Schiff verschlingt, wird durch eine peppige Modern-Jazz-Choreographie dargestellt und natürlich gibt es auch klassischen Spitzentanz zu sehen.

Gezeigt wird „Arielle, die kleine Meerjungfrau“ im Schenefelder Forum, Achter de Weiden. „Eigentlich sollten wir in Pinneberg spielen, aber es gibt keinen geeigneten Aufführungsort“, sagt Geigenberger. So werden die Tänzerinnen im Februar in Schenefeld vor 400 Menschen die Premiere geben. Der Kartenvorverkauf ist gestartet (siehe Infokasten), viele sind bereits verkauft.

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