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Pinneberger Tageblatt

21. November 2017 | 09:11 Uhr

Tangstedt plant Dorfentwicklung

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Konzept AC Planergruppe präsentiert Ergebnisse des Arbeitskreises der Öffentlichkeit / Leitbild und Schwerpunktthemen ermittelt

von
erstellt am 27.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Einen Überblick und Ausblick für die Tangstedter Dorfentwicklung präsentierte Diplom–Ingenieur Martin Stepany von der AC-Planungsgruppe kürzlich im Tangstedter Gemeindehaus. „Der Blick von außen ist wichtig, weil man als Bewohner durchaus betriebsblind werden kann und naheliegende Dinge nicht sieht“, erklärte der Fachmann.

16 Projekte, ein Arbeitslogo und das Leitbild „Das bunte Baumschuldorf vor den Toren der Stadt Hamburg“ sind das Ergebnis, dessen Entstehung der Planer ausführlich erläuterte. Zunächst jedoch bedankte er sich bei den Mitgliedern des Arbeitskreises für die gute Zusammenarbeit: Bürgermeisterin Henriette Krohn (parteilos), Hermann Ahrens (CDU), Detlef Goos (FDP) und Matthias Meier (SPD).


Analyse der jetzigen Situation


Zu Beginn des Prozesses vor knapp einem Jahr habe die Situationsanalyse gestanden. Die zentrale Frage sei dabei „Was macht unseren Ort aus?“ gewesen. Im nächsten Schritt seien die Entwicklungsziele definiert und dann ein Nutzungs- und Strukturkonzept erstellt worden. Zum Abschluss seien die Maßnahmen und deren Umsetzung festgelegt worden. „Einige der Ziele können von der Aktiv-Region sowie von Bund und Land gefördert werden“, betonte Stepany.

Die Ergebnisse der Analyse ergaben, dass die dörfliche Struktur erhalten bleiben soll, die Dorfmitte, die räumlich etwas abseits der Dorfstraße liegt, gut funktioniert und das Dorf- und Vereinsleben vielfältig ist. Lediglich die Vernetzung untereinander bedürfe der Verbesserung, habe der Arbeitskreis festgestellt. Nach einem Treffen mit Vertretern aus Vereinen und Verbänden sowie einer Veranstaltung zur Bürgerbeteiligung sei das Leitbild der Gemeinde entstanden.

„Darauf aufbauend haben wir die Schwerpunktthemen und Entwicklungsziele entwickelt“, sagte Stepany. Die vier übergeordneten Themen lauten Freizeit, Gestaltung, Wohnen und Dorfleben. Daraus wiederum leiteten die Mitglieder der Gruppe das Maßnahmenbündel ab: Rahmenplan Ortsmitte, Wohnungsbauprogramm, Dorfstraße 2030, Netzwerk „Tangstedt für Alle“ sowie Freizeit und Erholung im Baumschulland.


Geruchsgutachten als erster Schritt


„Bevor wir festlegen, wo gebaut werden soll, brauchen wir als erstes ein Geruchsgutachten wegen der landwirtschaftlichen Betriebe“, betonte Stepany. Dies dauere nur wenige Wochen und schaffe Klarheit. Zur Entwicklung der Dorfstraße gehöre die Verschönerung der Ortseingänge aber auch die Umgestaltung von Teilabschnitten entlang der Dorfstraße. Hierzu ist ein Wettbewerb geplant, an dem sich Planungsbüros und Bürger gleichermaßen beteiligen sollen.

Auf besonderes Interesse der etwa 60 anwesenden Tangstedter stieß die Idee eines „Dorfkümmerers“. Seine Aufgabe soll darin bestehen, den neu zu gründenden Runden Tisch, an dem unter anderem die Träger für Soziales, Kulturelles und Bildung sitzen sollen, zu lenken und zu begleiten. Außerdem soll die Person, die bei der Gemeinde beschäftigt wird, zentrale Vernetzungs- und Anlaufstelle für Bürger sein und bei der Koordination größerer Veranstaltungen mitwirken. „Das ist eine tolle Idee, die sollten wir schnell umsetzen“, lobte ein Besucher. Interessenten können sich unter Telefon (041  01) 51  22  28 an die Bürgermeisterin wenden. „Die Ideen, die wir zusammengetragen haben, sind nicht in Stein gemeißelt – wir sind offen für weitere Vorschläge und Anregungen“, bekräftigte Krohn.

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