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Freiwillige Helfer : Tafeln im Kreis sind gut aufgestellt

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Bundesverband warnt vor Nachwuchsproblemen. Denn viele Helfer sind älter als 65. Im Kreis Pinneberg sind die Verantwortlichen noch gelassen.

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erstellt am 25.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Insgesamt 918 Tafeln mit rund 3000 Ausgabestellen gibt es derzeit in Deutschland. Doch nun sorgt sich der Bundesverband Deutscher Tafeln um die Zukunft seiner Essensausgaben. „Es wird eine Herausforderung sein, wenn viele der Ehrenamtlichen, die jetzt 60 bis 75 Jahre alt sind ausscheiden“, sagt Jochen Brühl der Verbandvorsitzende. Die Zahl der Bedürftigen steige bundesweit, auch Studenten und Senioren würden die Angebote immer häufiger nutzen.

Im Kreis Pinneberg ist von möglichem Helfermangel bislang allerdings nichts zu spüren. Im Gegenteil. „Klar sind unsere rund 70 Helfer überwiegend Rentner. Aber wie haben auch viele Berufstätige, die zum Teil sogar mit ihrem Arbeitgeber Vereinbarungen treffen, um ihr Ehrenamt ausüben zu können“, sagt Mathias Schmitz, Vorsitzender der vor anderthalb Jahren gegründeten Tafel in Schenefeld. Unter fehlenden Bewerbungen leidet er genauso wenig wie Harald Schmidt. Der Pastor der Pinneberger Lutherkirche ist im Ehrenamt Vorsitzender der Pinneberger Tafel. „Bei uns engagieren sich etwa 50 Menschen, da haben wir keinen Mangel“, sagt er.

Gelassen in die Zukunft blicken auch Sabine Hamann von der Tafel Uetersen und Hartwig Ihlenfeld, der in Wedel Vorsitzender ist. Sowohl in der Rosen- als auch in der Rolandstadt steige die Zahl der Freiwilligen eher statt zu sinken. Ihlenfeld, der mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern 270 bis 300 Lebensmitteltüten pro Tag packt, sieht Probleme ohnehin eher in einem anderen Bereich. „Ich glaube, dass viele Tafeln bundesweit vor allem damit kämpfen, stets ausreichend Lebensmittel für die Bedürftigen zu beziehen“, sagt er. Selbst habe man damit aber ebenfalls keine Probleme.

Genug Personal hat aktuell auch der Quickborner Tisch, der vor etwa zweieinhalb Jahren aus einer Arbeitsloseninitiative hervorging. „Inzwischen zählen aber auch sehr viele Flüchtlinge zu unserer Kundschaft“, so Projektleiter Christian Rohde. Um die 50 Menschen würden regelmäßig ins Haus Roseneck an der Kieler Straße kommen. Um die 300 Menschen finden sich schließlich regelmäßig bei der Tafel Elmshorn ein, die zwei Besonderheiten aufweist: Sie ist die einzige Tafel im Kreis, bei der auch warm gekocht wird und bei der die Kunden keine Bedürftigkeit nachweisen müssen. Sieben Ehrenamtliche und fünf Ein-Euro-Kräfte des Vereins Perspektive Zukunft arbeiten aktuell dort „Damit sind wird ordentlich besetzt. Mehr Ehrenamtler können wir aber immer brauchen, deshalb sind wir auch stets auf Ehrenamtsmessen präsent“, so Lippold weiter.

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