Susanne Maurer zeigt farbintensive Malerei im Rathaus

Sie freuten sich über das Interesse an der Ausstellung: Gerda Freytag-Permien (von links), Ursula Wientapper und Künstlerin Susanne Maurer.
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Sie freuten sich über das Interesse an der Ausstellung: Gerda Freytag-Permien (von links), Ursula Wientapper und Künstlerin Susanne Maurer.

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02. Oktober 2018, 16:15 Uhr

Die Künstlerin Susanne Maurer freute sich gemeinsam mit Ursula Wientapper und Gerda Freytag-Permien vom Kunstkreis Schenefeld über die gelungene feierliche Eröffnung im Rathaus. Die Werke der sympathischen Künstlerin sind faszinierend, ziehen den Betrachter in den Bann. Intensive Farbweltlandschaften, in die man gerne eintauchen mag. „Viele Betrachter haben zunächst Angst vor dem großen Nichts“, führte Maurer aus. Etwa wenn ein Bild so komponiert sei, dass der Himmel fast die gesamte Fläche der Leinwand einnimmt und der Betrachter in gewisser Weise in das Bild hineingezogen wird. Doch die Farben, die die Berlinerin verwendet, deren Verdichtung und im Kontrast deren Transparenz, lassen Stimmungen entstehen, die eine angenehme Sogwirkung entfalten. Der Betrachter folgt den Farbverläufen automatisch. „Beim längeren Hinsehen verfällt man oft in eine meditative Ruhe“ führte die Künstlerin aus.

Auch der Musiker Henning Eigenwald zeigte sich begeistert von den Bildern, in denen die Landschaften sich in der präzisen Abstimmung der Farben fast aufzulösen scheinen. Der Hamburger Gitarrist hatte während der Eröffnung für die musikalische Begleitung gesorgt, Titel wie „Here comes the sun“ oder „What a wonderful world“ in Anlehnung an die Werke der Künstlerin gewählt. „Ich fand, sie sind eine gute Ergänzung“ sagte Eigenwald. „Kunst und Musik sind sich so nah“. Eigenwald war auf Einladung der ersten Kunstkreis-Vorsitzenden Ursula Wientapper zur Vernissage gekommen.


Große Kunst ohne Namen

Maurers meist großformatige Bilder tragen bewusst keine Namen. „Ich versuche, mich kompositorisch zu lösen“, erklärte die Berlinerin. Die Landschaften will sie erahnbar machen, die Spannung entstehe durch die Bildsprache. Der Malprozess sei bei ihr von elementarer Bedeutung. Sie habe zwar klassische Landschaftsmalerei im Studium gehabt, doch sich immer mehr davon entfernt. „Aufbauen, zerstören, das ist ein Prozess“ sagte Maurer. Ihre Landschaften sind fiktiv, überwiegend malt sie mit Öl und Acryl auf Leinwand. Schöpferische Zerstörung, aus der Neues entstehen kann: Der Malprozess ist daher aus Sicht der Künstlerin von elementarer Bedeutung. Rational lassen sich die großartigen Bilder nicht erklären. Die Rathaus-Ausstellung ist noch bis Sonntag, 14.  Oktober, zu den Öffnungszeiten zu sehen.


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