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Pinneberger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 04:48 Uhr

Nordakademie-Expansion : Studieren an der Elbe

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Außenstelle Dockland: In Hamburg wurde die neue Graduate School eingeweiht - mit einer Aussicht, die vom Lernen ablenken kann.

shz.de von
erstellt am 27.Sep.2013 | 06:00 Uhr

Es ist wohl die Hochschule mit der attraktivsten Lage in Hamburg – betrieben von der Nordakademie aus Elmshorn: Die private Wirtschaftshochschule hat gestern ihre Außenstelle im Dockland in Altona direkt am Elbufer feierlich eröffnet. Auf etwa 1200 Quadratmetern dürfen sich künftig zirka 200 Jungakademiker in mehrfacher Hinsicht auf besonders reizvolle Studienbedingungen gefasst machen. Denn das gläserne Bürogebäude ist im Wortsinn die vielleicht schrägste Location der Metropole. Von Stararchitekt Hadi Teheran entworfen, reckt sich das Parallelogramm wie ein Schiffsbug gen Elbe und gen Himmel.

„Der Oberhammer“ sei der Ausblick, schwärmte Nordakademie-Präsident Professor Georg Plate in der Eröffnungsrede. Durch große Fensterfronten fällt der Blick aus dem fünften Stockwerk weit über die Elbe und auf den regen Schiffsverkehr, am anderen Ufer türmen sich Containerhalden, dahinter überspannt die Köhlbrandbrücke das beeindruckende Panorama.

Atemberaubender und hamburgischer geht’s kaum. Die acht Seminarräume tragen Namen wie „Container“, „Queen Victoria“ und „MS Deutschland“. Er wisse nicht, ob dieser „fantastische Ort“ für die Studierenden wirklich ein Vorteil sei, schmunzelte Michel-Hauptpastor Alexander Röder. „Die gucken ja nur aus dem Fenster.“ Der Hausherr der Hauptkirche St. Michaelis ein paar hundert Meter weiter flussaufwärts, lud die Verantwortlichen zum Dialog über Ethik in der Wirtschaft ein.
 

Auch Hamburgs Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) hieß Plate und sein Team in der Hansestadt willkommen und lobte das zusätzliche Angebot: „Es ist gut, dass es in Hamburg immer mehr Möglichkeiten gibt, sich neben dem Beruf weiterzubilden.“

In den Umbau der gesamten Etage für Studienzwecke hat die Nordakademie etwa 250 000 Euro gesteckt. Die Ausgründung sei aber keine Abkehr vom Stammsitz, sondern eine sinnvolle Ergänzung, versicherte Plate. Tatsächlich bietet die Graduate School ausschließlich Masterstudiengänge an, während es am Standort Elmshorn vorwiegend Bachelor-Abschlüsse sind. Das Programm im Dockland richtet sich damit an Lernwillige, die den Bachelor- oder Diplomabschluss bereits in der Tasche haben. Zum Semesterstart am 1. Oktober stehen zunächst vier Studiengänge zur Verfügung: der Master of Business Administration (MBA), Wirtschaftsinformatik, Marketing und Sales sowie Financial Management; im Sommersemester kommt als fünfter Zweig das Wirtschaftsingenieurswesen hinzu.

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