zur Navigation springen

Pinneberg : Stromgeneration in der eigenen Energiegarage

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Wo andere Menschen – außer dem Auto – Gerümpel und Gartengeräte unterbringen, haben Bill Kerby und seine Frau Helen Jones-Kerby Motoren, Verteiler, Kabel, Rohre und Messgeräte für ihre eigene Stromversorgung.

von
erstellt am 10.Nov.2014 | 16:00 Uhr

Pinneberg | Sie wollen ein Zeichen für die Umwelt setzten. In ihrer Garage. Wo andere Menschen – außer dem Auto – Gerümpel und Gartengeräte unterbringen, haben Bill Kerby und seine Frau Helen Jones-Kerby Motoren, Verteiler, Kabel, Rohre und Messgeräte für ihre eigene Stromversorgung. Am Wochenende luden die beiden Vorreiter Politiker und Nachbarn zu einer Besichtigung der Anlage ein, und auch die Experten, die die Technik installiert hatten, waren vor Ort.

Im Sommer wird die komplette Stromversorgung der Kerbys von Photovoltaikplatten auf dem Haus- und dem Garagendach gedeckt, im Winter übernimmt ein mit Erdgas betriebenes Blockheizkraftwerk. „Das ist ein Kompromiss“, erklärte der Mathe-Professor im Ruhestand. Er wollte eigentlich nur erneuerbare Energien nutzen, doch Windenergie, die „natürliche Ergänzung zur Photovoltaik“, ist in einer Gartenanlage nicht effizient. „Wir wollen den Menschen zeigen, dass so etwas auch im privaten Rahmen möglich ist, dass es die Technik dafür gibt“, ergänzte Helen Jones-Kerby. Dass es hierbei nicht ums Geldsparen geht, ist klar. Noch nicht. „In ein paar Jahren wird das billiger“, hoffen die beiden. Im Moment geht es darum, ein Zeichen zu setzen: „Wir haben eine Verantwortung der nächsten Generation gegenüber und wir wollen zeigen, dass auch Individuen Kontrolle über die Energieversorgung haben. Die Sonne ist für alle da, sie gehört nicht den Stromanbietern.“ Von Mai bis Juli waren die Handwerker zu Gange, installierten die Platten, isolierten die Garage, montierten die vielen Kästen und schlossen alles an das Stromnetz an: Was nicht verbraucht wird, wird eingespeist. Um sich die Energiegarage anzusehen, erschienen Vertreter der CDU, SPD, FDP und der Grünen sowie ein Vertreter der Verbraucherzentrale Hamburg – alle sofort vertieft in interessierte Gespräche mit Heinfried Torst (Photovoltaik), Klaus Krieger (Blockheizkraftwerk) und Constantin Roeder von VW. Denn komplettiert wird die Energiegarage mit einem Elektroauto – durch die fast vollständig eigene Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien so gut wie emissionsfrei.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen