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Kreis Pinneberg : Streit um Wasser für Klinik-Mitarbeiter 

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ungewöhnlicher Streit in den Regio-Kliniken im Kreis Pinneberg: Es geht ums Wasser.

Die etwa 2300 Mitarbeiter der Regio-Kliniken im Kreis Pinneberg bekommen keine Gratis-Getränke mehr von ihrem Arbeitgeber. Die bisherige Duldung, Mineralwasser aus den Krankenhausbeständen zu trinken, ist widerrufen worden. Grund: Die Kosten für das Wasser in Flaschen seien explodiert.

Jetzt protestieren Betriebsrat und Gewerkschaft Verdi gegen das Vorgehen der Geschäftsleitung – heute mit einer Aktion im Elmshorner Klinikum.

Voraussichtlich 380 000 Euro kostet nach Klinik-Angaben allein das Mineralwasser für Patienten und Mitarbeiter in diesem Jahr. Nach erneutem Millionenverlust im vergangenen Geschäftsjahr drückt der Konzern nun bei den freiwilligen Leistungen auf die Kostenbremse.

"Wir können die Duldung nicht länger aufrecht erhalten", sagt Sebastian Kimstädt, Sprecher der Regio-Kliniken. Allein in 2013 seien die Ausgaben für Mineralwasser um etwa 70 000 Euro gestiegen. Ein Umstand, den das Unternehmen nicht weiter aus der eigenen Tasche finanzieren möchten. Die Patienten erhalten indes weiter gratis Mineralwasser.

"Man gräbt uns das Wasser ab", bringt eine Mitarbeiterin der Regio-Kliniken die Neuregelung auf den Punkt. Und weiter noch: Die Kollegen täten alles, die Patienten permanent zu versorgen, leisteten teils schwere körperliche Arbeit, verzichteten auf lange Pausen und der Mühe Dank sei nun, dass man nicht einmal einen Schluck Wasser bekomme.

Bei der Aktion "erfrischend ver.di" will die Gewerkschaft heute die Kollegen in Elmshorn mit Mineralwasser versorgen, um damit auf die "Trockenlegung" aufmerksam zu machen und die Geschäftsführung der Regio-Kliniken zum Umdenken zu bewegen. Die Entscheidung betrifft auch die Angehörigen der Patienten. Ihnen wird ebenfalls das Wasser nicht mehr kostenlos zur Verfügung gestellt.

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erstellt am 06.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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