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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2017 | 18:41 Uhr

Prisdorf : Streit um neuen P&R-Platz am Bahnhof

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die CDU-Fraktion lehnt die Pläne für den Bahnhof weiterhin ab. Bahnfahrer kämen aus Barmstedt und Tornesch, weil ab Prisdorf der günstigere Tarif gelte.

shz.de von
erstellt am 07.Feb.2017 | 16:00 Uhr

Prisdorf | Eigentlich ging es im Umwelt-, Bau- und Wegeausschuss der Gemeinde Prisdorf nur um die Ermächtigung für Bürgermeister Rolf Schwarz (BBP), zu gegebener Zeit Baumfällarbeiten auf dem Bahnhofsvorplatz in Prisdorf durchführen zu lassen und eine Fachfirma mit den Fällarbeiten in Absprache mit der Deutschen Bahn zu beauftragen. Allerdings führte die CDU-Fraktion daraufhin eine Grundsatzdiskussion über die geplante Park & Ride-Anlage am Bahnhof Prisdorf.

„Liegt die Förderungszusage schriftlich vor?“, fragte Jürgen Kölln (CDU) nach den Zuschüssen. 75 Prozent der Kosten für das Projekt soll der Verkehrsverbund Nah-SH und weitere 12,5 Prozent die Metropolregion Hamburg übernehmen. „Wir haben noch keine Zuschussbestätigung auf dem Tisch, sind aber in regem mündlichem Kontakt“, sagte Schwarz. „Das ist ja toll“, entgegnete Kölln. Sein Parteikollege Holger Splettstößer hinterfragte erneut die Anzahl von 65 Parkplätzen und pochte auf 50 Stellplätze. „Die Rechnungen sind schon sehr merkwürdig, dass mehr Plätze günstiger sein sollen“, kritisierte er.

„Prisdorf ist der Geheimtipp unter den Gemeinden“

„Ein solcher Parkplatz ist unseres Dorfes nicht würdig“, sagte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Uwe Behrend (SPD). In den vergangenen Wochen habe er mehrfach die Autos gezählt und sei auf 43 bis 56 Fahrzeuge gekommen. Die Zahl nahm Christian Schwarzbeck (CDU) für den nächsten kritischen Vorstoß: „Für wen machen wir das? Die Leute kommen aus Barmstedt und Tornesch hierhin, weil es ab Prisdorf den günstigeren Tarif gibt. Prisdorf ist schon jetzt der Geheimtipp unter den Gemeinden.“

Kölln hingegen sagte: „Wir befürworten Park & Ride und ein Ende der Matschwüste, aber die Bahnhofstraße ist als Zuwegung ungeeignet. Das gefährde die Sicherheit von Fußgängern und Autofahrern. Daher werden wir die 65 Stellplätze nicht mittragen. Wir müssen den Parkplatz nicht unnötig attraktiv machen.“

SPD und BBP stimmten für die Ermächtigung

„Es heißt nicht umsonst Bahnhofstraße. Früher wurde auch der Güterverkehr dort abgewickelt“, konterte Schwarz. „Sind 15 Autos, die morgens und abends durch die Straße fahren, jetzt das große Problem? Wenn 15 Parkplätze mehr ein vernünftiges Bahnhofsumfeld garantieren, bin ich bereit, in den sauren Apfel zu beißen.“ Denn auch die Zuwegung vom Hudenfeld soll im Zuge der Bauarbeiten behindertengerecht gestaltet werden. „Wir schauen genau hin, was wir mit Steuergeldern anschaffen. Auch wenn die SPD direkt zustimmen würde, halten wir eine Entscheidung auf dieser Basis für grob fahrlässig“, sagte Stefan Brühl (CDU).

Manfred Uhl warb für die Modernisierung: „Um unseren Bahnhof zu erhalten, sollten wir den Parkplatz und den Bahnhof attraktiv gestalten, um genug Fahrgäste anzulocken.“ Um die gesamte Baumaßnahme nicht zu gefährden, soll Schwarz vor den Fällarbeiten klären, ob die Zuschüsse dennoch gezahlt werden. Während Splettstößer gegen die Fällarbeiten stimmte, enthielten sich die vier weiteren CDU-Fraktionsmitglieder ihrer Stimme. SPD und BBP stimmten für die Ermächtigung.

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