Kummerfeld : Streit um Geschwindigkeit

Raser am Ortseingang: Gemeinde Kummerfeld wünscht sich ein Entgegenkommen vom Kreis Pinneberg.

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24. Januar 2015, 10:26 Uhr

Kummerfeld | Die Gemeinde Kummerfeld will im Kreuzungsbereich Bundesstraße/Bornbarg die Sicherheit für die Bürger erhöhen. Dafür sprachen sich am Donnerstagabend in der Feuerwache die Mitglieder des Bau-, Wege- und Umweltausschusses aus. Um das Ziel zu erreichen, soll die Bushaltestelle ausgebaut und vor der Einfahrt in das Dorf auf der Bundesstraße (K21) eine Geschwindigkeitsbeschränkung durchgesetzt werden.

Die einhellige Zustimmung in der Gemeinde reicht jedoch nicht aus. Auch der Kreis muss mitspielen, damit sich an der K21 etwas ändert. Der zeigt sich bisher wenig kompromissbereit und lehnt die Kummerfelder Wünsche für Veränderungen auf den Kreis-Flächen ab. Sehr zum Unmut von Bürgermeisterin Erika Koll (SPD), die sich damit nicht abfinden will: „Wir werden das Thema weiter verfolgen.“ Die Bürgermeisterin denkt darüber nach, das Gespräch mit Landrat Oliver Stolz zu suchen.

Vor allem der Zustand der Bushaltestelle im Bereich Bundesstraße/Bornbarg soll schnell verbessert werden. Ein vernünftiges Wartehäuschen und eine ausreichende Beleuchtung sollen auf jeden Fall her. Sogar ein barrierefreier Ausbau ist im Gespräch. „Der Kreis möchte schließlich, dass alle Haltestellen barrierefrei werden“, betonte der Ausschussvorsitzende Michael Lohse (SPD). Deshalb sei es unverständlich, dass der Gemeinde Knüppel zwischen die Beine geworfen werden. Wie groß der Handlungsbedarf ist, verdeutlichte Hauke Krohn (CDU). Er steige morgens an der Haltestelle in den Bus ein und leuchte mit seinem Handy, damit der Busfahrer überhaupt sehe, dass dort jemand wartet.

Die Mitglieder des Ausschusses können außerdem nicht nachvollziehen, dass kurz vor der Einfahrt in den Ort eine Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde erlaubt ist, obwohl sich in unmittelbarer Nähe eine Feuerwehrausfahrt befindet. Koll hatte vorgeschlagen, das Ortsschild weiter Richtung Elmshorn zu verlegen und direkt nach dem Ortsausgang nur noch 70 anstatt wie bisher 100 Stundenkilometer zuzulassen. Das wurde vom Kreis aber abgelehnt. Doch auch in dieser Frage ist aus Kummerfelder Sicht noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Wenig erbaut waren die Politiker über die anstehenden Sanierungsarbeiten im evangelischen Kindergarten St. Martin. Der Ausschuss bewilligte Zuschüsse in Höhe von 50.000 Euro, damit das Dach des erst 2009 errichteten Kita-Anbaus ausgebessert wird. Dort sind Feuchtigkeitsschäden aufgetreten. Immerhin besteht die Hoffnung, dass die Gemeinde das Geld nur vorstrecken muss. Die Kirche als Träger des Kindergartens will auf juristischem Wege erreichen, dass die im Jahr 2009 zuständige Dachdeckerfirma für die Beseitigung der Schäden aufkommt, erklärte Pastor BerndAndresen.

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