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Pinneberger Tageblatt

15. Dezember 2017 | 15:19 Uhr

Ausstellung : Streifzug durch afrikanische Kunst

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

In Wedel sind Skulpturen, Masken, Bilder und Schmuck ausgestellt. Die Sammlung war lange Zeit fast vergessen.

von
erstellt am 26.Okt.2014 | 08:00 Uhr

Wedel | Mehrere hundert afrikanische Kunstwerke lagern seit Jahren unberührt in einem Keller in Wedel. Am heutigen Sonntag soll ein Teil dieser bislang vergessenen Sammlung erstmals öffentlich gezeigt werden.

Besitzer der ebenso umfangreichen wie vielfältigen Bestände war ursprünglich Horst Siegert. Bevor dieser vor einigen Jahren starb, hatte der Wedeler dank beruflicher und privater Beziehungen über eine lange Zeit hinweg Stein- und Holzskulpturen, Masken, Bilder, Schmuck und andere, teils sehr ausgefallene, Kunstwerke gesammelt. Nach dem Tod Siegerts sollte sich eigentlich Sohn Jan um die Pflege kümmern – doch der ist dazu nach einem Schlaganfall gesundheitlich nicht mehr in der Lage.

An diesem Punkt kommt Martin Ebeling ins Spiel. Auch er wohnt in Wedel, auch er ist ein großer Afrikafan und -kenner, dessen berufliche Tätigkeit ihn unter anderem schon nach Simbabwe und Mosambik geführt hat. In dem südostafrikanischen Land ist er bis heute karitativ tätig, kümmert sich unter anderem um die Bewässerung eines Schulgartens und medizinische Belange. „In den vielen Jahren bin ich irgendwann natürlich auch mit afrikanischer Kunst in Berührung gekommen“, erzählt er.

Wenig überraschend also, dass dem 67-Jährigen eine Ausstellung des in seinem Heimatland Simbabwe recht bekannten Steinskulpturkünstlers Celestino Mukavhi nicht verborgen blieb, die in diesem Sommer im Loki-Schmidt-Garten im Hamburger Stadtteil Klein Flottbeck stattfand. Organisiert hatte diese Jan Siegert. Nachdem der Kontakt zwischen beiden Männern hergestellt war, erfuhr Ebeling vom Schicksal der Sammlung – und beschloss spontan zu helfen.

Den ersten Schritt dazu markierte die Gründung einer Initiative, die den Namen „Afrika-Kunst-Wedel“ trägt. „Die gesamten Bestände müssen entstaubt, geordnet, sortiert und katalogisiert werden. Es müssen Einnahmen erzielt werden, um die Ausgaben bezahlen zu können“, so Ebeling, dem deswegen die Idee kam, einen Teil der Werke öffentlich zu zeigen.

Doch aller Anfang ist klein. So kann sich das Duo bislang noch keine vernünftigen Ausstellungsräume leisten – die Werke werden deshalb im Keller des Arztgebäudes, Bahnhofstraße 9, präsentiert, was aber keinen Dauerzustand werden soll. Geöffnet ist die Schau heute in der Zeit von 15 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden werden aber erhofft. www.afrika-kunst-wedel.de

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