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Wedel : Sternekoch zu Gast im Schulauer Fährhaus

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Saarbrücker Sternekoch Jens Jakob besucht das Schulauer Fährhaus. Der Besuch passiert im Rahmen des Schleswig-Holstein-Gourmetfestivals.

Wedel | Ein Hauch von Savoir vivre lag in der Luft, als Zwei-Sterne-Maître Jens Jakob vom Saarbrücker Restaurant „Le noir“ im Rahmen des
28. Schleswig-Holstein Gourmet Festivals am Wochenende die Koch-Regie in der Hightech-Küche des Schulauer Fährhauses von Lokalmatador Franz Jost übernahm.

Unter dem Motto „Tradition trifft Moderne“ konnte Gastgeber René Schillag bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr dem Gourmet Festival stilvolles Ambiente bieten und begrüßte zum Kochevent mit Sterne-Präsenz an zwei Abenden fast 80 Gäste an den festlich gedeckten Tischen im Restaurant „Strandgut“.

Der gerade Ende Oktober für seine Leistung erneut mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Jakob wartete mit einem ausdrucksstarken Menü auf, das er eigens zu diesem Anlass kreiert hatte und mit dem der Saarländer, der international vor allem für seine Desserts berühmt ist, sowohl Gäste als auch Gastro-Kritiker begeistern wollte.

Bevor sie ins „Strandgut“ gebeten wurden, ließ es sich Küchenchef Jost nicht nehmen, die Gäste zunächst noch mit einem kulinarischen Einstieg in Form von Aperitifhappen zu begrüßen. Er servierte in vier Etappen kleine Köstlichkeiten wie Gänseklein im Wan Tan-Mantel oder gebeizten Hirschrücken mit Steinpilz-Luft.

Dann ging es festlich zur Sache im edel geschmückten Speisesaal: Hielten sich die Gäste bei den Jakobsmuscheln an Kopfsalat mit Rübchenvinaigrette und der Bachforelle mit eingelegtem Staudensellerie, Gurke und violettem Senf mit kritischen Urteilen noch zurück, löste der Fischgang endlich erlösende und verdiente „Ah“s und „Oh“s bei den Gourmets aus.

Heilbutt mit Ochsenmark an feinen Zwiebeln und Wirsing

Auf perfekte Art hatte Jakob Röstaromen von weißem Heilbutt mit Ochsenmark an feinen Zwiebeln und Wirsing kombiniert. Zufrieden goutierten die Gäste danach noch französische Taubenbrüstchen an Himbeeressig-Jus, Topinambur und rotem Reis und verputzten auch die Guave mit saftigem Karamell-Chiboust und einem Aufguss aus der japanischen Zitrusfrucht Iyokan. Bedauernswerterweise fehlte an diesem Abend Wein-Conférencier Oliver Burschberg. Glücklicherweise hatte er aber seine Wunschliste an den Sommelier des „Le noir“ weitergeben, so dass zum Menü eine mehr als herausragende Auswahl passender Gewächse kredenzt wurde. Von der duftig-fruchtigen Scheurebe über einen karamelligen Barrique Chardonnay und ein beerig-rundes Rouge-Cuvee aus dem Lirac gab es zum Dessert, ein Sektverschnitt aus Pinot noir und Chardonnay.

Burschbergs Unterhalterrolle übernahmen die Servicekräfte mit ähnlichem Engagement. Überhaupt war das Personal an diesem Abend ein tadelloser Begleiter für die Gästeschar. Die Gläser waren stets gefüllt, kein Wunsch blieb offen und jedem Tisch wurden Aufmerksamkeit und Zuwendung gleichermaßen zuteil.

„Ich bin schon auf vielen Gourmet-Veranstaltungen gewesen, aber dieser Abend im Fährhaus bleibt mir bestimmt in guter Erinnerung“, so einer der zahlreichen Gastkommentare nach der Veranstaltung. Unterm Strich bleibt: Ein gelungenes Erlebnis in harmonischer Atmosphäre mit netten Gästen und perfektem Service.

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erstellt am 11.Nov.2014 | 16:00 Uhr

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